Also:
> 1. Szenario: Notebook und TRX sind NICHT verbunden (weder CAT noch Audiokabel)
> Kein QRM, QRM steigt um ca. 1 S-Stufe wenn der Laptop ans Stromnetz gehängt wird (?!?).
Das ist Noise vom Schaltnetzteil, das Deinen Laptop speist - kommt auf jeden Fall über die Antenne, die sich in unmittelbarer Nähe befindet.
> 2. Szenario: Notebook NICHT am Netz, TRX per Audiokabel mit Notebook verbunden
>QRM steigt um 1 S-Stufe wenn das Audiokabel am Notebook eingesteck wird.
>Wird das Audiokabel an den Klinkensteckern (Metallgehäuse) berührt, sinkt das QRM
>fast auf den ursprünglichen Wert. Die Klinkenstecker sind (s.o.) aus Faulheit nicht mit dem
>GND-Pin vom TRX verbunden worden (Schande über mich).
>Stöpselt man nun das Notebook ein (Strom), steigt das QRM stark an, um 3-4 S-Stufen.
Also ich weiss ja nicht, wie Du da Signale zwischen PC und Rig austauschen willst, wenn die offenbar keine gemeinsame Bezugsmasse haben. Kein Wunder, dass das summmmmmt und rauschhhhhhhhhht.
>Zieht man nun die Klinkenstecker am Notebook, sinkt das QRM um lediglich 1-2 S-Stufen.
>Zieht man stattdessen den Mini-DIN-Stecker am TRX, SINKT das QRM deutlich
>STÄRKER auf den ursprünglichen Wert - das Kabel fängt sich also scheinbar auch dann was ein,
>wenn es nicht mit dem PC verbunden ist. Offenbar ist es de facto eine brauchbare
>Behelfsantenne für QRM (welcher Art auch immer).
Das sieht ganz so aus; aber wer will schon ne Antenne für QRM
>3. Szenario: Notebook zunächst NICHT am Netz, TRX per USB-CAT-Kabel am PC
>QRM steigt im Vergleich zum nichtverbundenen Zustand um 7-8!!! S-Stufen,
>nimmt man das Notebook ans Netz, fällt der Unterschied kaum mehr auf.
>QRM steigt auch dann, wenn HRD etc. NICHT auf den virtuellen COM-Port
>zugreifen: Kaum wird der USB-Konverter PC-seitig mit Strom versorgt, rauscht es los,
>+5 S-Stufen im Vergleich >zu vorher. Verbindet sich HRD dann mit dem TRX, steigts um weitere 2-3 Stufen.
Das dürften die Flanken vom USB sein. Ich geh mal von Windo$ als OS aus; kann natürlich sein, dass da auch Daten zwischen PC und USB/RS232-Adapter fliessen, wenn nicht auf das COM Device zugegriffen wird - kommt wohl auf Treiber und Chip an. Da könnte es nebst dem CAT auch über die Antenne reinkommen. Der FTDI232RL zusammen mit Linux ist still, wenn nicht auf das virtuelle Interface zugegriffen wird.
>4. Szenario: Notebook via PCMCIA-Karte mit seriellen Ports und Yaesu-Datenkabel mit TRX verbunden
>Wird das Kabel am PC eingesteckt, rumpelt es kurz mal am TRX, dann Geräuschpegel identisch zum
>unasugestöpselten Zustand - insofern also schonmal um Klassen besser als das USB-CAT-Kabel, welches ja
>massiv zu rauschen anfing. ABER: Sobald eine Verbindung aufgebaut wird, hat man rhythmisches QRM mit
>gleicher Stärke wir beim USB-Interface, aber ohne das unterlagerte Rauschen.
>Unterschiede sind hörbar, wenn >man die Baudrate ändert. 2 Ferrite unbekannten Typs brachten
>sofortige Verbesserung, das QRM sank um 6 S-Stufen.
Ja, da sind dann halt keine USB-Flanken aktiv, wenn Du nen nativen Seriellport benutzt. Und die Gleichtaktstörungen vom PC bringst Du wie schon rausgefunden mit Ferriten weg. Wenn Du entsprechend hochpermeable nimmst, kannst Du sicher auch mit 38400 störungsfrei arbeiten.
>Meine Konsequenzen: Das USB-CAT-Kabel nervt am meisten und ist am wenigsten solide verarbeitet (subjektiv),
>und geht zurück. Mit Ferriten experimentiere ich jetzt am Originalkabel weiter. Was ich wegen des
>Notebook-QRMs bei eingestecktem Netzteil mache, weiß ich noch nicht. Ne Brummschleife ist das nicht, da es ja
>auch auftritt, wenn Notebook und TRX keine Verbindung haben, es scheinen also Einstrahlungen/-strömungen
>über die Antenne o.ä. zu sein?!?
Also den Noise vom Netzteil kommt klar durch die Antenne in unmittelbare Nähe - da hilft nur entsprechender Abstand zwischen den beiden. Kannst ja mal mit dem Netzteil näher zur Antenne, dann kriegste locker S9 und mehr rein. Leider sind ja die Netzteile für Laptops im Gegensatz zu denen für Desktops nicht EMV-freundlich in Metall verpackt, und durch Plastik gehen halt die hochfrequenten Teile der Schaltflanken ungehindert durch. Oder dann musst Du Dir ein lineares Netzteil für den Laptop basteln, was vom Strombedarf her gerade noch so wandlungsverlustbedingt vertretbar wäre.
>Das Audiokabel muss ich mir auch noch vornehmen, hat da jemand ne Idee?
>Grounden werde ich es auf jeden Fall.
Auf jeden Fall Masse von der Soundcard auf Masse vom Rig legen, sonst kommt ausser Noise nichts raus. Zudem musst du Dämpfungsglieder einbauen, da der Speakerausgang des Laptops einen zu hohen Pegel für den DATA IN des 817er hat - im Klinkenstecker nen 10Ohm zwischen Tip und Ground und dann nen 560R vom Tip auf die Ader Richtung DATA IN. Im Klinkenstecker für den Miceingang - der das Signal vom DATA OUT trägt, musst Du auf den Tip einen Kondensator hängen, da dort für die heute üblichen Elektretmics eine Spannung von +5V anliegt - die sollte, wenn sie auch recht hochohmig ist, nicht auf den DATA OUT des Rigs gelangen. An der unverbundenen Seite des Kondensators legst Du nen 10k auf Ground und nen 100k in Serie zum Ader Richtung DATA OUT. Der Miceingang hat eine zu hohe Verstärkung für den ohnehin schon hohen Pegel der vom 817 kommt - ohne diese 20dB Dämpfung würde sonst gnadenlos übersteuern.
PS: Kondensator von 1u, zusammen mit den Widerständen als SMD - dann passt alles unter die Kappe des Klinkensteckers - eine gute Lötübung