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Antenne durch Heizungsrohr mit Potential-Ausgleichschiene verbinden?

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1

Wednesday, August 18th 2010, 4:18pm

Antenne durch Heizungsrohr mit Potential-Ausgleichschiene verbinden?

Hallo,
ich möchte meine Antennenanlage auf dem Dach mit der Potential-Ausgleichschiene im Keller verbinden.
Im Keller sind die Heizungsrohre mit der Potential-Ausgleichschiene verbunden.
Ist es noch zulässig, wenn ich die Antenne mit einem Heizungsrohr auf dem Boden verbinde, um so eine
Verbindung zur Potential-Ausgleichschiene herzustellen?
Soweit ich weiß, war das früher möglich, aber die VDE-Vorschriften werden ja laufend angepasst.

73 de DG1YR, Helmut

2

Thursday, August 19th 2010, 2:25pm

Nach VDE sind Heizungs- und Wasserleitungsrohrnetze als Erdungsleitung von Antennenmasten auf Hausdächern nicht mehr zulässig.

73

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3

Thursday, August 19th 2010, 4:01pm

No, nicht zulässig, Helmut. DF6AP hat völlig recht. Du musst ein 4qmm CU, wenn du's gut meinst 16qmm CU, nach unten auf die PAS, bzw. HES ziehen. Dann bist du konform zur VDE 0855-300.

Wenn du sowieso eine Leitung legen musst, hätte ich folgende Idee: Du löst alle evtl. vorhandenen Potentialausgleichsverbindungen von deiner Antennenanlage. Dann schliesst du die Antennenanlage an einen massiven 16qmm CU oder 25qmm AL an, der ausserhalb des Hauses auf Abstandshaltern über das Dach an der Wand hinunter an einen 2,5m Staberder verlegt ist. Von dort gehst du mit 16qmm CU auf deine PAS/HES-Schiene.

Das ergibt einen recht brauchbaren Blitzschutz und gleichzeitig Potentialausgleich. Wenn auch nicht offiziell nach VDE 0185, für den gemeinen Funker reicht's aber. (Und dann,.... dann könntest du noch Überspannungsableiter in deine Unterverteilung schrauben :-)

73 de Chris

This post has been edited 9 times, last edit by "DK8EY" (Aug 19th 2010, 4:29pm)


4

Thursday, August 19th 2010, 5:14pm

Hallo,
vielen Dank für Antworten!
Ich werde die Antenne mit 16 qmm CU mit der PAS verbinden.

73 de DG1YR, Helmut

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5

Thursday, August 19th 2010, 6:05pm

Eine gute und richtige Wahl. Dein Hauselektriker wird dich loben :-)

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6

Thursday, August 19th 2010, 11:42pm

Das ergibt einen recht brauchbaren Blitzschutz und gleichzeitig Potentialausgleich. Wenn auch nicht offiziell nach VDE 0185, für den gemeinen Funker reicht's aber. (Und dann,.... dann könntest du noch Überspannungsableiter in deine Unterverteilung schrauben :-)

Hallo,

Na Toll sag das blos nicht deiner Versicherung die wird im Schadensfalle dann auch nicht Zahlen.

Selbst das gute Wasserrohr vom Wasserwerk kann man als Erder nicht benutzen denn die verlegen schon länger nur noch PE-Rohre gleiches gilt fürs Gaswerk.

Nach der Installation Messung des Erders(Erdungswiderstandes) nicht vergessen. :!:

-> Überspannungsableiter: Theorie und Praxis


Mfg Andreas

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7

Friday, August 20th 2010, 12:51am


sag das blos nicht deiner Versicherung die wird im Schadensfalle dann auch nicht Zahlen.


Morn Andreas,

...hab' ja ausdrücklich drauf hingewiesen, dass das nicht als offizieller 0185-Blitzschutz gilt. Aber rein elektrotechnisch betrachtet trotzdem günstig. Brandtechnisch auch, weil kein innerhalb des Gebäudes abbrennender PA-Leiter Schaden anrichten kann.

Eine Versicherung zahlt, denn Helmuts Haus unterliegt vermutlich nicht einer äusseren Blitzschutzpflicht, sonst hätte er anders gefragt (kein Krankenhaus, Altenheim, Wohnsilo, Veranstaltungshalle, etc.).

Nichtsdestowenigertrotz, so wie er's jetzt vorhat, ist das genau richtig (0855-300).

73 Chris

This post has been edited 1 times, last edit by "DK8EY" (Aug 20th 2010, 1:06am)


8

Friday, August 20th 2010, 1:36pm

Die Erdungsleitung sollte an der Außenwand des Hauses mit einem Mindestabstand von 50cm zu anderen metallenen Installationen geführt werden.
Die Abschirmungen der Koaxialkabel werden im Dachbodenbereich zusammen auf eine Erdungsschiene geklemmt, wobei die Kabel nicht durchtrennt werden. An den Stellen, an denen die Kabelschellen greifen, wird nur die äußere Isolierung auf ca. 2cm entfernt. Die Schiene wird mittels einer Kupferleitung mit mindestens 4qmm Querschnitt an die Erdleitung angeschlossen. Induzierte Spannungen auf dem Innenleiter des Koaxialkabels lassen sich durch gasgefüllte Überspannungsableiter eleminieren, die ebenfalls an die Erdungsschiene angeschlossen werden.

Schönes Wochenende

DJ7WW

Unregistered

9

Friday, August 20th 2010, 5:30pm



Die Abschirmungen der Koaxialkabel werden im Dachbodenbereich zusammen auf eine Erdungsschiene geklemmt, wobei die Kabel nicht durchtrennt werden. An den Stellen, an denen die Kabelschellen greifen, wird nur die äußere Isolierung auf ca. 2cm entfernt.


Um eindringende Feuchtigkeit bei Geflechtkoax zu vermeiden ist es sinnvoller mit Steckererdung zu arbeiten, Flanschkupplung oder Durchführungskupplung durch geerdete Kupferplatte.

73
Peter

10

Sunday, August 22nd 2010, 5:27pm

Entschuldigung,
seit vielen Jahren werden Erdungsschienen zum Aufklemmen von Koaxialkabel in Antennenanlagen verwendet und es gab keine Probleme mit in das Kabel eindringende Feuchtigkeit. Mit Aufkommen von Satellitenantennen ist man auf Erdungsblöcke umgestiegen, die mit Steckverbindungen für das Antennenkabel ausgerüstet sind. Der Grund dafür waren die kleinen Impedanzveränderungen, die an den Einspannstellen durch Kabelverformung entstehen und bei den verwendeten SAT-Frequenzen zu Fehlern führen können. Wenn man Angst vor eindringender Feuchtigkeit hat, so bleibt es jedem Betreiber selbst überlassen, die Einspannstelle abzudichten.
Hat man sich schon für auf einer Schiene montierten Steckverbindungen als Überspannungsableitung / Potentialausgleich entschieden, so lässt sich das gut mit koaxialen Überspannungsableitern z.B. von der Fa. HOFI kombinieren, wie das hier zu sehen ist:

http://www.ib-haertling.de/amateurfunk/B…alausgleich.pdf

73

Posts: 27

Occupation: Desktop Specialist

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11

Sunday, August 22nd 2010, 5:59pm

Potentialausgleichschienen

Entschuldigung,
seit vielen Jahren werden Erdungsschienen zum Aufklemmen von Koaxialkabel in Antennenanlagen verwendet und es gab keine Probleme mit in das Kabel eindringende Feuchtigkeit. Mit Aufkommen von Satellitenantennen ist man auf Erdungsblöcke umgestiegen, die mit Steckverbindungen für das Antennenkabel ausgerüstet sind. Der Grund dafür waren die kleinen Impedanzveränderungen, die an den Einspannstellen durch Kabelverformung entstehen und bei den verwendeten SAT-Frequenzen zu Fehlern führen können. Wenn man Angst vor eindringender Feuchtigkeit hat, so bleibt es jedem Betreiber selbst überlassen, die Einspannstelle abzudichten.
Hat man sich schon für auf einer Schiene montierten Steckverbindungen als Überspannungsableitung / Potentialausgleich entschieden, so lässt sich das gut mit koaxialen Überspannungsableitern z.B. von der Fa. HOFI kombinieren, wie das hier zu sehen ist:
http://www.ib-haertling.de/amateurfunk/B…alausgleich.pdf



Erschöpfend, klar und vollständig beantwortet. So sollte das im Forum immer sein.

Schönen Dank, Klaus.

73 de DO1MF Martin

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