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Länge Hühnerleiter - Optimum oder egal?

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1

Sunday, August 8th 2010, 12:01am

Länge Hühnerleiter - Optimum oder egal?

Hallo,

trotz - oder vielleicht grade weil - vielen Lesens bin ich heute über einen Beitrag gestoplert, der mich bei der Länge der Hühnerleiter für meine neue geplante Antenne wieder stutzig macht.

Eckdaten: Schenkellänge 21 bis 21,5m - Beschränkung auf einer Seite des Dipols. Soll-Bänder 40 bis 160m. Aludraht, 2,5mm zu 2 x 50m vorhanden, Spreizer 12cm auch vorhanden.

Bisher war er mit einer HL von etwa 11m geplant, da ich damit beiderseits eine unkritische und unresonante Länge habe und in einem Rutsch in den Dachboden komme. Rest macht der Christian unterm Dach. Nun bin ich heute auf eine Tabelle gestoßen, die bei einem für 160m "zu kurzen" System recht hohe Verluste (etwa 12db) auf der Speiseleitung anzeigt - die anderen Bänder lagen bei Traumhaften werten von unter 1db (im Vergleich zum Koax mit teils 8 bis 10db, da unresonant wirklich Traumhaft!).

Frage: ist es ggf. sinnvoll, die Hühnerleiter ebenfalls auf 20 bis 21m zu verlängern, um eben dann ein etwas längeres System als 1/2-Lambda auf 160 zu schafffen, oder ist das sinnlos, da es ohnehin eine abgestimmte Speisung ist? An anderer Stelle steht ja ansich nur, daß es im Prinzip wurscht ist, wie lange die HL ist - Hauptsache etwas über 1/4-Lambda. Nun bin ich durch diese Verlustrechnung wieder verunsichert. Mit einer Schleife um einen Baum wären die 20m gut drin. Der Rest wäre "kreatives Verlegen" auf dem Dachboden....

Danke vorab für hilfreiche Antworten.

73 Jörg
derzeit noch SV7/DL6IB

2

Sunday, August 8th 2010, 1:12am

Moin,
Nun bin ich heute auf eine Tabelle gestoßen, die bei einem für 160m "zu kurzen" System recht hohe Verluste (etwa 12db) auf der Speiseleitung anzeigt

was für eine Tabelle soll das denn sein, und wie begründet der Autor diese extrem hohen Verluste?
Eine Dipollänge von 2x21 m wird auf 160 m noch keine gewaltigen Verluste bringen, ca. -2,5 dB für das Gesamtsystem, verglichen mit einem Halbwellendipol, also überschaubar.
Es bringt auch keinerlei Vorteile, die Hühnerleiter zu verlängern, solange der Koppler mit der Impedanz am Leitungsende zurechtkommt.

73
Ulrich, DF4KV

DJ7WW

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3

Sunday, August 8th 2010, 2:08am



Frage: ist es ggf. sinnvoll, die Hühnerleiter ebenfalls auf 20 bis 21m zu verlängern, um eben dann ein etwas längeres System als 1/2-Lambda auf 160 zu schafffen, oder ist das sinnlos, da es ohnehin eine abgestimmte Speisung ist? An anderer Stelle steht ja ansich nur, daß es im Prinzip wurscht ist, wie lange die HL ist - Hauptsache etwas über 1/4-Lambda.



Hallo Jörg,

Mit der längeren Hühnerleiter würdest Du auf 160m Deine Dämpfung von 1,14db auf 2,45db verschlechtern.
Es gibt auch keine Mindestlänge bei der Hühnerleiter oder anderen Speiseleitungen.
Je kürzer umso verlustärmer.

73
Peter

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4

Sunday, August 8th 2010, 9:43am

Hallo,

danke für die Antworten. Dann bleibe ich auf meinem Pfad mit den etwa 11m.

Der Autor begründet das garnicht. Es sind Meßwerte aus einer Amerikanschen Publikation RG213 Direkteinspeisung gegenüber einer Wireman 552 (?!) am gleichen Dipol. Jeweils gerechnet mit 50ft Dipollänge und 100ft Speiseleitung. Hier liegt der Verlust bei der wireman bei etwa 12,8db, Koax bei 25db. Begründet durch einen extremen Widerstand im Speisepunkt soweit ich das entziffern konnte. Wenn ich den Link wieder finde, reiche ich den nach!

73 Jörg

5

Sunday, August 8th 2010, 10:16am

Hallo Jörg,
Jeweils gerechnet mit 50ft Dipollänge und 100ft Speiseleitung.

entscheidend ist natürlich die Dipollänge: bei 50 Fuß wird der Strahlungswiderstand bei ca. 1,5 Ohm liegen, da wird die Dämpfung eher noch höher ausfallen, da müßte man für halbwegs erträgliche Verluste schon Kupferrohr für Hühnerleiter und Strahler nehmen.
Bei Deinen 136 Fuß dürfte der Strahlungswiderstand schon um den Faktor 10 höher liegen, da wird auch Wireman funktionieren (die Zusatzverluste bei Nässe spielen auf 1,8 MHz noch keine große Rolle).

73
Ulrich, DF4KV

DJ7WW

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6

Sunday, August 8th 2010, 10:48am



Der Autor begründet das garnicht. Es sind Meßwerte aus einer Amerikanschen Publikation RG213 Direkteinspeisung gegenüber einer Wireman 552 (?!) am gleichen Dipol. Jeweils gerechnet mit 50ft Dipollänge und 100ft Speiseleitung. Hier liegt der Verlust bei der wireman bei etwa 12,8db


Hallo Jörg,

Bei den Längen sind es nach meiner Simulation sogar 18,7db Dämpfung.

73
Peter

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7

Sunday, August 8th 2010, 11:06am

... 2x50 ft - sorry. Der Dipol hat natürlich 2 x 50 ft.

Publikation hier: http://dj9cs.raisdorf.org/downloads/Ante…ung%20DJ9CS.pdf

Seite 24 ist die Tabelle. Vergleich RG 8A zu Wireman 450 Ohm.

Egal, wenn nichts Gravierendes dagegen spricht, bleibe ich bei den 2x 21m und 11m HL (etwa, je nachdem, auf wieviel cm das genau ausgeht).

Danke nochmal!
73 Jörg

8

Thursday, August 12th 2010, 9:11am

als grobe Übersicht, hatte Ich mich da mehr an Peter DK1RP von DX Wire

Doppelzepp Rechner -> www.dx-wire.de/dzrechner.xls

9

Thursday, August 12th 2010, 10:06am

Moin,
Doppelzepp Rechner -> www.dx-wire.de/dzrechner.xls

hmm, demnach erhält man ungünstige Spannungskopplung, wenn man einen 2x30m-Dipol auf 3,6 MHz mit 10 m Hühnerleiter einspeist?
Milchmädchenrechnungen werden nicht dadurch richtig, daß man sie in ein Spreadsheet einträgt..
73
Ulrich, DF4KV

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10

Thursday, August 12th 2010, 1:12pm

Die Berechnung scheint so nicht zu stimmen. Denn eine 2x21m ist meines Erachtens keine 1/4-Lambda auf 80m - sondern > als 1/2... Gebe ich statt der Hälfte die volle Länge (nähmlich 42m) stimmt die Lambda-Berechnung auch wieder. Oder ich sitze mal wieder einem groben Irrtum auf. Nächstes Mal geht der Rothammel auch noch mit nach SV ;->

DJ7WW

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11

Thursday, August 12th 2010, 1:52pm

Die Berechnung scheint so nicht zu stimmen. Denn eine 2x21m ist meines Erachtens keine 1/4-Lambda auf 80m


So ist es, es sind 0,51 Lambda.
Die ganze Tabelle ist ohnehin Quatsch, denn eine Zeppelinantenne ist nur dann eine wenn der Strahler Lambda/2 lang ist, bei der Doppel-Zepp müssen es also 2x Lambda/2 Strahlerhälften sein.

73
Peter

12

Thursday, August 12th 2010, 3:19pm

Hallo,
Die Berechnung scheint so nicht zu stimmen. Denn eine 2x21m ist meines Erachtens keine 1/4-Lambda auf 80m - sondern > als 1/2... Gebe ich statt der Hälfte die volle Länge (nähmlich 42m) stimmt die Lambda-Berechnung auch

der Irrtum bei dieser Tabelle besteht in der Annahme, man könne einfach bei beliebiger Dipollänge Strahlerhälften- und Speiseleitungslängen addieren und daraus eine Aussage über Strom- oder Spannungskopplung machen. Das hat mit der Realität absolut nichts zu tun; es führt dazu, daß absolut harmlose Leitungslängen als "böse" (=rot) verboten und umgekehrt Leitungslängen mit extrem ausgeprägter Spannungskopplung empfohlen werden.
Beispiel: Nimmt man den Vorgabewert 2x27 m, so landet man laut Tabelle mit 14 m Hühnerleiter auf 3,6 MHz im tiefroten Bereich. Tatsächlich sind dort jedoch am Senderende "gutartige" Impedanzwerte im mittleren Bereich (einige hundert Ohm) zu erwarten.
Bei einer Leitungslänge von 7 m liegt dann auf 80 m tatsächlich reine Spannungskopplung vor, dieser Wert wird jedoch laut Tabelle als grün (=empfehlenswert) gemarkert.
73
Ulrich, DF4KV

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