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Ärger mit CAT-Interface am FT-817

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1

Monday, July 5th 2010, 11:09am

Ärger mit CAT-Interface am FT-817

Hallo OMs,

habe übers Wochenende mein neu erstandenes USB-CAT-Interface von Thi... an meinem FT-817 ausprobiert - klappt soweit alles.
Mein Problem ist aber, dass ich (schlicht mangels Alternative) wie anderswo schon erwähnt lediglich ne Aufsteckantenne an der SO-239 Buchse benutzen muss (Wonderwand Widebander, ähnlich ner Miracle Whip). Und sobald das USB-Interface am ACC-Port eingestöpselt wird, macht es QRM bis locker S5 speziell im oberen Kurwellenbereich, aber auch noch auf 2m. Auf 80m besteht das Problem praktisch nicht mehr. Die Änderung der Baudrate am TRX wirkt sich nicht auf den Noisepegel aus.

Es tritt übrigens nur dann auf, wenn das Kabel tatsächlich in die ACC-Buchse gesteckt wird (und auch am USB-Port eingesteckt ist), sobald es gezogen wird, gibt´s kein Problem. Wenn beispielsweise HRD gestartet wird, ändert sich das QRM, aber bleibt im Wesentlichen bestehen.

Was ist eure Einschätzung - liegt´s an ner schlechten Abschrimung des Kabels, oder einfach an der Tatsache, dass sich die Antenne in der Nähe des ACC-Ports befindet? Ich erwäge, das Interface zurückzugeben und mit ner Cardbus-RS232-Karte am Notebook mit dem originalen Yaesu CT-62 Datenkabel zu arbeiten -nur fürchte ich, dass das ebenfalls Probleme geben wird.

Vielleicht hat ja jemand Erfahrung mit nem ähnlichen Setup...

73 und danke,
Jan

2

Monday, July 5th 2010, 11:25am

Hallo Jan,



habe kein ähnliches Setup, aber eine spontane Idee möchte ich Dir hier mitteilen:



Steck´ die Antenne nicht direkt an die UHF-Buchse des TRX, sondern hänge ein Koaxkabel dazwischen, um eine räumliche Trennung der Komponenten zu erhalten.



Vielleicht hilft das schon.



Noch´ ne Idee: Viele Klappferrite oder Ringkerne auf die beteiligten Kabel aufziehen.



Gruß

Mathias

3

Monday, July 5th 2010, 11:28am

Hallo Mathias,

danke! Die Idee mit dem Koaxkabel schwebte mir auch mal im Kopf rum (und hab´s wieder vergessen), werde ich mal ausprobieren - ebenfalls Ringkerne. Da hab ich irgendwo wohl nochwas rumfliegen...

Gruß,
Jan

4

Monday, July 5th 2010, 11:44am

Ich hatte das Problem bei meinem FT-817 auch damals und das trotz räumlicher Trennung der Antenne.
Eine Senkung der der Baudrate im TRX und HRD hat das pulsen zwar langsamer gemacht aber nicht wirklich leiser.
Mit Ringkernen hab ich es damals nicht probiert aber die werden wohl am ehesten was bringen ;)

P.S: Noch vergessen ..... auch nicht das originale Yaesu Kabel sondern ein "günstiges" aus dem Internet ;(
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5

Monday, July 5th 2010, 12:14pm

Danke DF5WW...komischerweise hab ich vorher im Web nie etwas darüber gehört. Vielleicht sollte ich dem Ockinahlkabel mal ne Chance geben, falls das mit den Ferriten was bringt.

Gruß,
Jan

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Occupation: Computerfuzzi

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6

Monday, July 5th 2010, 1:10pm

Hallo,

ich kann zwar nichts zum 817 beitragen, aber bei meinem Icom IC706Mk2(G) in Auto strahlt das sündhaft teure Kabel zwischen Bedienteil und Grundgerät auch. Der Grund liegt hier vor allem in der Nähe (ca. 2 m) zur Antenne am Fahrzeug.

Zuhause setze ich auch ein preiswertes CAT-Kabel ein. Davon bemerke ich aber nichts, da die Antennen mindestens 10m und eine Dacheindeckung weit entfernt sind. Ich würde hier auch zunächst die räumliche Entkopplung empfehlen.

Tschüss
Oli

7

Monday, July 5th 2010, 1:24pm

Danke Oli. Genau das stört mich insofern massiv, da damitz.B. mobiler PSK-Betrieb auf den höheren Bändern doch arg erschwert wird (mal vorsichtig formuliert). Ich schau mal, was die Ferrite bringen, und spaßeshalber habe ich mir das teure Yaesu-Kabel gerade auch mal bestellt...Rückgaberecht sei Dank hält sich das finanzielle Risiko dabei in Grenzen.

8

Tuesday, July 6th 2010, 9:55am

Schonmal ein kurzes Update, die Ringkerne haben es nicht wirklich gebracht, waren allerdings auch zu groß. Werde das nochmal mit passenden versuchen, habe keine Erfahrung ob das eine wesentliche Rolle spielt.

Grüße,
Jan

9

Tuesday, July 6th 2010, 11:25am

Hallo Jan,

zu groß ist niemals schlecht :thumbsup:

Da kannst Du dann doch das Kabel mehrmals drumwickeln.

Wichtig ist das richtige Ferritmaterial.

Schau mal hier im Forum nach den bereits zahlreich existierenden Beiträgen zu diesem Thema.



Viel Erfolg und Gruß

Mathias

10

Tuesday, July 6th 2010, 12:18pm

Hallo Mathias,

gut, haste auch wieder recht mit :-) Ich hab hier einfach irgendwas genommen, Ferritkerne die normalerweise im PC-Bereich verwendet werden - keine Ahnung was fürn Material :D

Gruß,
Jan

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11

Tuesday, July 6th 2010, 5:32pm

Hi,

vorab ich habe keine ahnung und habe Zuhause auch schon einige "PC-Ringkerne" verbastelt.

Ich denke das die Amidon FT xx-77 dafür richtig währen, da diese den höchsten AL Wert haben.
z.B: FT 140-77 AL=2340 µH/1000 ergibt bei 5 Windungen ca. 58 µH

Ein FT 140-43 mit 43er Material mit einem AL von 952 µH/1000 ergibt bei 5 Windungen 23 µH.

Tschüss Oli

12

Thursday, July 8th 2010, 10:18am

So, mal ein Update: Immerhin hat trotz des kabelförmigen CAT-Rauschgenerators gestern mein erstes QSO überhaupt (mit F in PSK31) geklappt (mehr oder weniger), ich bin ja fast schon begeistert.

Was dann aber wieder sehr störend war ist die Tatsache, dass ich zusätzlich ein Abschirm- und/oder Erdungsproblem mit dem Soundkartenkabel (selbstgebastelt) habe. Auf das Konnektieren des GND-Leiters an den Klinkensteckern habe ich - ich gestehe - nämlich aus Faulheit verzichtet. Dies führt offenbar ebenfalls zu nem deutlichen QRM, zumindest auf 80m. Stecker raus - Rauschen weg. Faulheit rächt sich halt doch. Und der Schrumpfschlauch hat offenbar kaum Abschirmwirkung :-)

Ich schätze, ich werde mich mal nach einem vernünftig galvanisch getrennten Interface umsehen. Mit nem Tigertronics könnte ich dann sogar auf CAT verzichten, was zwar einigen Komfortverlust in DM780 bedeuten würde, aber auch einigen QRMverlust, so hoffe ich.

73,
Jan

13

Thursday, July 8th 2010, 10:32am

Das bissel manuelle Frequenzen umschalten ist die Welt nicht. Die Betriebsart schaltet HRD sowieso nicht um wenn man per Doppelklick im Cluster die Frequenz einer DX-Station anklickt. In den Clustern sind ja keine Auswertbaren Betriebsarten angegeben. Ich steuere meinen FT-450 auch nicht per CAT. Als Interface hab ich ein Signalink SL-1+ das ausser der Audioverkabelung keine weitere Verbindung zum Rechner benötigt (also weder USB, noch RS232). Allerdings gibt es nur noch den Nachfolger Signalink USB .... Aber USB-Anschlüsse hat ja heutzutage jeder Rechner mehr als genug...

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14

Thursday, July 8th 2010, 10:40am

Da hast du auch wieder recht, die Modi schaltet das Programm eh nicht um. Einzig praktisch finde ich tatsächlich den schnellen Frequenzwechsel zwischen den Favoriten. Zugegeben, nichts was sich mit den Speicherplätzen nicht auch machen ließe...

Den Vorteil vom USB-Interface sehe ich in der verbauten Soundkartet - selbst mein Thinkpad hat keinesfalls überragende Audioeigenschaften, obwohl das Teil nicht billig war.

15

Thursday, July 8th 2010, 11:00am

Soundkarte im Interface hat m.M. nach nur den Vorteil das die im Rechner frei bleibt für andere Zwecke. Schwierigkeiten hatte ich bisher mit keiner der verbauten Soundchips die heute auf den Motherboards zu finden sind (meist sowieso SoundMax). Selbst mein ASUS Netbook das ich hatte ging gut bei Digimodes ......

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DH4YM

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16

Thursday, July 8th 2010, 9:56pm

Hallo Jan,

bitte zieh mal den Netzstecker des Laptops und zieh auch den Hohlstiftstecker aus dem Laptopgehäuse und berichte mal, was dann passiert. Ggf. hätte ich eine einfache Lösung für dich.

17

Friday, July 9th 2010, 9:35am

Hallo Dirk, werde ich heute abend testen! Bin gespannt...

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18

Friday, July 9th 2010, 1:23pm

Moinmoin

Ich hab auch nen FT-817 mit nem PC Interface, aber mit durchgehender galvanischer Trennung.
QRM hatte ich trotzdem beim Aktivieren der seriellen Schnittstelle, bzw. USB. Zunächst hab ich gedacht, es komme vom DC/DC-Konverter und hab den verdrosselt - was aber nicht geholfen hat.
Schliesslich hab ich mal ohne grosse Erwartungen die Transceiverleitungen mit Klappferriten verkorkst und siehe da: das QRM ist komplett weg. Ich nehm an, dass ein kapazitives oder induktives Übersprechen von der USB-Datenleitung her dafür verantwortlich ist, denn es musste nicht einmal der ACC angeschlossen werden, alleine der CW-Keyer, der intern auf dem DTR des USB/RS232-Konverter hängt, reichte aus für das QRM. Schon die Tatsache, dass eine Reduzierung der CAT Speed auf die minimalen 4800 überhaupt nichts am QRM änderte, veranlasste zur Vermutung, dass nicht die Datenübertragung via CAT das eigentliche Problem ist.
Natürlich müssen wie hier auch schon erwähnt relativ grosse Ferrite benutzt werden, damit die Kabel mehrmals durchpassen. Eine Abhängigkeit von der Distanz zum SO239 auf der Rückseite konnte ich bei mir nicht feststellen, bei Benutzung des BNC auf der Frontseite war die Situation nicht anders

19

Friday, July 9th 2010, 1:34pm

Hallo HB9EVI,

danke für die detaillierte Beschreibung! Mit Transceiverleitungen meinst du die DATA- und ACC-Leitungen vom Interface zum FT-817?
Heute kam übrigens das Originalkabel von Yaesu an, ich werde das ebenfalls testen. Es ist zumindest äußerlich so dick, dass es auch noch Platz für einen vernünftigen Schirm hat. Ob es den nun hat oder nicht, werde ich herausfinden...das USB-CAT-Kabel jedenfalls ist ne dünne Strippe.

73,
Jan

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20

Friday, July 9th 2010, 1:50pm

Hallo Jan

Jep, einfach alle Leitungen, die vom PC-Interface zum Transceiver gehen, bei mir inkl. dem CW-Keyer. Ich hab auch die Mic-Leitung mit dem Klappferrit verkorkst und seither keine Probleme mehr mit Einstreuungen.
Na, dann schau mal, wie das Originalkabel so tut. Das hat soweit ich weiss keine galvanische Trennung - das kann funktionieren aber eben auch nicht, wobei Du dann wohl noch zusätzlich zum QRM mit Brummschleifen zu tun haben wirst. Ich hab aber für portable auch ein Kabel ohne galv. Trennung gemacht, was im Normalfall auch ohne QRM und Brummschleifen tut.
Für den stationären Betrieb hab ich eines von DK4MX nachgebaut; da gibts ne Baumappe als PDF von Funkamateur mit PCB-Print zum Selberätzen. Da musst Du eigentlich nur nach DK4MX googlen und dann kommt der Link zum PDF. Ich bin sehr zufrieden damit in Kombination mit meinem FT-817.

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