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Das Karlruher Institut für Technologie unter Leitung von Prof. Dr.
Wiesbeck hat im Auftrag der BNetzA ein Sachverständigengutachten zur "Modularen Einbindung von ortsfesten Amateurfunkstellen in das Standort- verfahren" erarbeitet. Dieses Gutachten wurde den Amateurfunkverbänden am 5. Februar in Karlsruhe vorgestellt. Von Seiten der AGCW haben Detlef, DL7NDF und Werner, DO2FI teilgenommen.
BNetzA nennt folgende Gründe für die geplante Änderung des Anzeigever-
fahrens: Das Gutachten hat die Aufgabe, ein vereinfachtes Berechnungs- verfahren für den Nachweis zu schaffen, dass der Schutz von Personen in den von ortsfesten Amateurfunkstellen erzeugten Feldern gewährleistet ist. Mit der bisherigen Selbstauskunft liege zwar eine Erklärung zur Einhaltung der Personenschutzgrenzwerte vor, eine verbindliche Bewertung der abgegebenen Erklärungen sei aber nicht möglich. Die Einhaltuntg der Personenschutzgrenzwerte könne daher zwar unterstellt, nicht aber bestätigt werden.
Zielsetzung ist, die Einhaltung des Schutzes von Personen in elektro- magnetischen Feldern transparent und nachvollziehbar zu gestalten, ein einheitliches Bewertungsverfahren in Anlehnung an das Standortver- fahren zu entwickeln, die Darstellung der technischen Parameter der Anlage zu standardisieren und die Berechnung und Darstellung der Einhaltung der Sicherheitsabstände zu vereinheitlichen.
Das Berechnungsverfahren soll möglichst einfach gehalten werden, Reflektionen, gegenseitige Beeinflussung mehrerer Emittenten und der Einfluss eingekoppelter Felder umliegender ortsfester Anlagen sollen berücksichtigt werden. Die Berechnung der Sicherheitsabstände erfolgt gemäß der (jeweils gültigen) BEMFV-Vorgaben. Weiterhin wird auf die Grundlagen des Standortverfahrens Bezug genommen. Die Software wird für Funkamateure als Download auf der Internetseite der BNetzA für
Windows- und Linuxbetriebssyteme zur Verfügung stehen. Die Ergebnisse der Berechnungen werden als xml-File an BNetzA übermittelt, BNetzA quittiert den Empfang der Daten. Die Software wird aus zwei Moduln
bestehen: Funkamateure berechnen die Sicherheitsabstände ohne Einfluss umliegender ortsfester Anlagen, BNetzA liest die Daten ein, verarbeitet sie weiter und berechnet ihrerseits den Einfluss umliegender ortsfester Anlagen.
Die Bedienung des Programms wird einfach gehalten, die Eingabe der Daten erfolgt über eine GUI. Durch starke Anlehnung an das Verfahren WATT32 soll eine hohe Akzeptanz erreicht werden. BNetzA stellt eine grosse Antennenbibliothek als NEC-Dateien zur Verfügung, zur Modellierung eigener Antennen steht NEC als Download zur Verfügung, das Programm verfügt über einen eigenen Antenneneditor.
Nach Eingabe der Funkamateurdaten wie Antenne, Antennenposition, Frequenz, Sendeleistung, Sendeart und Benutzerdaten liefert das Programm nach Maßgabe der BEMFV Grenzwerte eine genaue 3D-Berechnung (falls Daten vorhanden), sonst eine gefittete Abstandsfunktion F(r) und eine gefittete Richtcharakteristik sowie den Schutzabstand (3D).
Die Ausgaben erfolgen einmal graphisch als Schutzabstand und als Dar- stellung von Schnittebenen, andererseits erfolgt die Ausgabe der Berechnungen in eine xml-Datei, die zur Weiterverarbeitung an BNetzA gesendet wird und neben den Ergebnissen der Berechnungen die Benutzerdaten und die Standortdaten enthält.
Detlef, DL7NDF
Hallo
hab grad mal über die Homepage von DARC geklickt. Entweder bin ich mittlerweile blind... aber ich konnte dort noch nichts finden.
Hoffentlich wird das ganze damit dann wirklich einfacher.
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das alte Verfahren wird abgelöst. Es sieht auch so aus, daß es für die schon angezeigten Funkstellen Bestandsschutz geben wird, obwohl mir nicht recht einleuchtet, wie diese Stationen in das Standortverfahren eingebracht werden sollen. BNetzA hat keinerlei personelle Resourcen, die Rechnungen der FA nachzuvollziehen und in xml-Files einzubringen.
Spätestens bei der nächsten Änderung an Deiner Anlage bist Du dann mit dem neuen Verfahren dabei. Bisher haben, diese Zahl wurde durch BNetzA bestätigt, etwa 40 % aller Funkamateure eine Selbsterklärung abgegeben.
Das neue Verfahren hat deshalb auch die Aufgabe, die Akzeptanz einer Selbsterklärung zu erhöhen.
Das Programm ist sehr einfach aufgebaut. Aus der Hauptmaske heraus, kannst Du beliebig tief einsteigen, mußt es aber nicht. Bist Du z.B. im Hauptfeld Antennen, kannst Du nach Hersteller und Typ durch Anklicken Deine Antenne eintragen, Du kannst aber genausogut in ein Feld verzweigen, das Dir erlaubt NEC-Daten einzulesen. Wenn auch das noch nicht ausreichend ist stellt das Programm Dir einen Antenneneditor mit unterlagerten NEC-Programm zur Verfügung. Dann geht's weiter zum nächsten Punkt im Hauptmenue.......
Wichtig ist, dass Daten aller Funkdienste nach vergleichbaren Kriterien eingeholt werden. Als Fileformat wurde das *.xml festgelegt.
Das Programm erzeugt, wie schon geschrieben, aus allen Daten ein xml-File, das per Email an BNetzA gesendet wird. Und auch das ist neu:
der Eingang wird von BNA quittiert. Änderungen an Anlagen sind also sehr einfach zu behandeln, entweder Du korrigierst einzelne Angaben oder fügst neue hinzu. Es sieht so aus, als käme das neue Verfahren ohne die üblichen geometrischen Darstellungen (Hausseite von vorn und von der Seite, Grundstücksgrenzen, Strassenlage.....) aus. Dafür gibt es bei der uns vorgestellten Programmoberfläche keine Eingabemöglichkeit.
73 Detlef, DL7NDF
na das kann ja heiter werden. wenn schon w3dzz`s und yagis in einen topf geworfen werden....
nur mal das pdf ueberflogen und was findet sich da?
3.4.10 Yagi W3DZZ
Gefittete Schutzabstände in m für Yagi W3DZZ bei 14,175 MHz