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Unterschied Ringkernmaterial für Stromgleichlaufsperre (MWS) ?

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Tuesday, July 28th 2009, 9:42am

Unterschied Ringkernmaterial für Stromgleichlaufsperre (MWS) ?

Hallo zusammen,

ich hätte mal eine Frage an die Ringkern-Experten unter Euch:

Wir bauen gerade diverse DL7AHW- und MicroVert-Antennen. Arthur beschreibt auf seiner Seite die "Stromgleichlaufsperre" (= Mantelwellendrossel) mit zwei verdrillten CuL-Drähten (1.5mm) mit 10-15 Wdg. auf einem FT140-43 Ringkern. Nur die bliebe dauerhaft "kalt", auch bei größerem Leistungsdurchfluß.

Auch Pete Millis (M3KXZ) nimmt dieses 43er-Kernmaterial für die MWS seiner "No-Counterpoise-Antennen" und wickelt seine Lautsprecher-Zwillingslitze dort durch.

Ich habe nun neben einem FT140-43 (µ=850) noch ein paar FT140-77 (µ=2000) zuhause. Bisher dachte ich immer es wäre nur eine Frage der Permeabilität - und somit Windungszahl, ob man für Kurzwelle den einen oder eben den anderen Kern nimmt. Beide decken den für mich interessanten KW-Bereich von 3-30 MHz ab. Das 77er Material hätte meiner (früheren) Auffassung nach bei Sperren den Vorteil der höheren Sperrinduktivität bei gleicher Windungszahl (wäre somit zur Erzielung einer höheren Sperrwirkung bei gleichem Kabeldurchmesser dem 43er Material vorzuziehen).

In letzter Zeit lese ich aber vermehrt nur über 43er Material und fast nichts mehr über 77er Material bei Mantelwellensperren. Nach meinem bisherigen Kenntnisstand hätte ich nun eben anstelle meinen 13 Wdg. auf dem FT140-43 eben nur noch rd. 8 Wdg. auf einem FT140-77 aufgebracht - und damit auch rd. 110µH Sperrinduktivität erzielt.

Kann mir ein Experte den Grund für den plötzlichen "43er-Trend" erklären ? Oder beachte ich irgend einen anderen Parameter evtl. nicht ?

Ob bei den Stromgleichlaufsperren verdrillter CuL-Draht oder einfach nur durchgewickeltes RG-58 zum Einsatz kommt, ist eine Frage von weiteren Verlusten (RG-58 ist nach Arthurs Aussage bei ihm bei größeren Leistungen warm geworden, der verdrillte CuL-Draht hingegen nicht). Das ist mir auch klar. Primär geht's mir hier nur um die Frage von geeignetem Kernmaterial bzw. ob ich meine 77er Restbestände dafür mit gleich guten Ergebnissen auch verwenden könnte (nur halt mit weniger notwendigen Windungen) !?

Vielen Dank vorab !!!

vy 73,
Jochen
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2

Tuesday, July 28th 2009, 10:56am

Per Recherche bin ich auf folgenden alten Link gestoßen:

Mantelwellendrossel nach W1JR - Welcher Ringkern am besten?
und
Mantelwellendrossel nach W1JR - Welcher Ringkern am besten?
sowie folgende.....

Tja, somit heißt die Antwort auf meine DL7AHW-Stromgleichlaufsperre: "Bye, bye, 77er Material !!"

Muß ich mir nun doch wieder die FT140-43 oder RK1 bestellen. Oder wieder einen größeren DG0SA-Ringkern verwenden, der geht auch super. Die Leistungsreserven der Antennen reize ich zwar nicht aus (bisher), aber beim Bau achte ich gerne von Anfang an auf die Limits. Man weiß ja nie was noch kommt - und Nachbesserungen nerven mich. :D

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Jochen
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DF3KV

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3

Tuesday, July 28th 2009, 11:53am

RE: Unterschied Ringkernmaterial für Stromgleichlaufsperre (MWS) ?



Wir bauen gerade diverse DL7AHW- und MicroVert-Antennen.

Das halte ich für Zeit- und Materialverschwendung

Ich habe nun neben einem FT140-43 (µ=850) noch ein paar FT140-77 (µ=2000) zuhause. Bisher dachte ich immer es wäre nur eine Frage der Permeabilität - und somit Windungszahl, ob man für Kurzwelle den einen oder eben den anderen Kern nimmt.

es ist eine Frage der Sendeleistung und der Frequenz

Beide decken den für mich interessanten KW-Bereich von 3-30 MHz ab. Das 77er Material hätte meiner (früheren) Auffassung nach bei Sperren den Vorteil der höheren Sperrinduktivität bei gleicher Windungszahl (wäre somit zur Erzielung einer höheren Sperrwirkung bei gleichem Kabeldurchmesser dem 43er Material vorzuziehen).

so ist es

Kann mir ein Experte den Grund für den plötzlichen "43er-Trend" erklären ?

Den sehe ich nicht

Ob bei den Stromgleichlaufsperren verdrillter CuL-Draht oder einfach nur durchgewickeltes RG-58 zum Einsatz kommt, ist eine Frage von weiteren Verlusten (RG-58 ist nach Arthurs Aussage bei ihm bei größeren Leistungen warm geworden, der verdrillte CuL-Draht hingegen nicht). Das ist mir auch klar. Primär geht's mir hier nur um die Frage von geeignetem Kernmaterial bzw. ob ich meine 77er Restbestände dafür mit gleich guten Ergebnissen auch verwenden könnte (nur halt mit weniger notwendigen Windungen) !?


Hallo Jochen,

Das RG58 mit seinen dünnen Drähtchen warm wird ist logisch, hat an Amateurfunk Antennen ja auch eigentlich nichts zu suchen.
77er Kerne sind ideal für Gleichtaktdrosseln an Empfangsantennen und bei QRP Sendeleistung..
Ich benutze 61er Ferrite für Kurzwellen Sende-Baluns und Ununs, 43er Material würde ich wohl für 6m und höher nehmen.

Besorg Dir mal den Mini Ringkernrechner, damit siehst Du sofort was los ist.

73
Peter

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4

Tuesday, July 28th 2009, 1:53pm

Besorg Dir mal den Mini Ringkernrechner, damit siehst Du sofort was los ist.

73
Peter
Hallo Peter,

danke für die Antworten. Den Mini-Ringkernrechner habe ich bereits. Aufgrund zahlreicher Postings mit dem 43er Material (und dem von DL7AHW empfohlenen RK1 als Alternative) habe ich festgestellt, daß die Permeabilität sich dort bei ca. 500 einpendelt. Das war für mich dann das Entscheidungs- bzw. K.O.-Kriterium.

Das 61er Material hat hier einen sehr viel geringeren Wert (125 wenn ich's auswendig noch richtig weiß, dann aber auch schon bei einem fetten FT240 Kern). Somit zuwenig Sperrinduktivität - war für mich die logische Schlußfolgerung. Auch habe ich in den Vergleichslisten gesehen, daß das 61er Material erst ab > 10 MHz für Breitbandanwendungen angegeben ist. Daher dachte ich es ist für diesen speziellen Anwendungsfall ungeeignet.

Aber ich bin ja lernfähig und frage daher gerne bei den Erfahrenen mal nach. ;) Da ich eh zuwenig Zeit für's Afu-Hobby verwende, wollte ich die nicht noch mit Kern-"Kochtests" verwenden. :D Passende und funktionierende Kern-Kochrezepte wären mir da schon sehr viel angenehmer. :thumbsup:

Zeitverschwendung !?
Bisher muß ich sagen, daß bei den (bisher zeitlich sehr geringen) Tests mit der 80m DL7AHW sowie einer 40m MicroVert, beide am Balkon, die Ergebnisse unerwartet gut ausfielen. Für einen Antennengeschädigten wie mich eine super Erweiterung für diese beiden unteren Bänder, die mein 2x 6,50m Unterdachdipol höchstens kläglich abquälen kann. Ohne störende Beeinflussung durch das nahe Haus wäre das sicherlich noch besser. Die Antennen sind so klein, daß sie problemlos auch "auf der Wiese" eingesetzt werden können. Das erschließt mir zusätzliche Portabelmöglichkeiten, auch ohne notwendigen Aufbau von großen Antennen. Ich bin kein Hardcore-DX'er oder enthusiastischer Fieldday-Freak. Bei mir gilt eher "quick-and-dirty"....hihi...also wenn's mir gerade danach ist und es zeitlich auch reinpaßt, muß es schnell und unkompliziert gehen. Und hier bin ich von beiden Antennenformen überaus positiv überrascht - und halte mit dieser Meinung auch nicht hinten vor. Zwei 10m-MicroVert wurden von einem befreundeten Afu-Kollegen inzwischen auch schon zusammengebaut und warten auf ihren Einsatz. Für "Mehr" stelle ich dann hingegen auf der Wiese auch den Fiberglasmast auf.

:D

vy 73,
Jochen
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DF3KV

Unregistered

5

Tuesday, July 28th 2009, 2:32pm



Zeitverschwendung !?
Bisher muß ich sagen, daß bei den (bisher zeitlich sehr geringen) Tests mit der 80m DL7AHW sowie einer 40m MicroVert, beide am Balkon, die Ergebnisse unerwartet gut ausfielen. Für einen Antennengeschädigten wie mich eine super Erweiterung für diese beiden unteren Bänder, die mein 2x 6,50m Unterdachdipol höchstens kläglich abquälen kann.


Hallo Jochen,

Wenn Du den 2x6,50m Dipol ebenfalls nach der Mehode "quick und dirty" aufgebaut hast wundern mich die vergleichsweise schlechten Ergebnisse damit nicht.
Dieser steht richtig aufgebaut und angepasst einem Fullsize-Dipol, zumindest auf 40m, ja kaum nach.
Meine 80m Mobilantenne mit 2m Strahlerlänge ist in USA auch nur 10db schlechter als meine Lambda/4 Vertikal von 21m Länge.

61er Kernmaterial ist bei höherer Sendeleistung besonders für die längeren Bänder vorzuziehen.
Auf einem FT140-61 kannst Du bequem über 100µH mit 2x1,5mm CuL unterbringen.
Ich bevorzuge allerdings die grossen Kerne zu 3 Euro vom Flohmarkt.
Diu kannst ja mal im Mini Ringkern Rechner 200V eintragen und mit den verschiedenen µi nachsehen wie sich das auswirkt

73
Peter

df9ic

Unregistered

6

Wednesday, July 29th 2009, 9:31am

Hallo Jochen,

bei diesen Konstruktionen strahlt ja nicht die sogenannte Antenne, sondern praktisch ausschließlich die Speiseleitung per Mantelwelle, die durch die Dachkapazität am Innenleiter angeregt wird. Insofern sitzt die Mantelwellendrossel immer im Spannungsmaximum, das auch bei QRP schnell einige kV annehmen kann. Daher sind daran noch höhere Anforderungen zu stellen als bei einem verkürzten Dipol, und viel höhere als bei einem resonanten Halbwellendipol.

Gruss Henning

7

Thursday, July 30th 2009, 11:50am

Hallo Jochen,

bei diesen Konstruktionen strahlt ja nicht die sogenannte Antenne, sondern praktisch ausschließlich die Speiseleitung per Mantelwelle, die durch die Dachkapazität am Innenleiter angeregt wird. Insofern sitzt die Mantelwellendrossel immer im Spannungsmaximum, das auch bei QRP schnell einige kV annehmen kann. Daher sind daran noch höhere Anforderungen zu stellen als bei einem verkürzten Dipol, und viel höhere als bei einem resonanten Halbwellendipol.

Gruss Henning

Hallo Henning,

auch wenn ich deine Kompetenz in Sachen Antennen nicht in Frage stellen will, aber warum funzt dann solch eine Antenne so gut, auch wenn das Kabel vergraben ist? Dann wär doch jeder blöd, der seinen Dipol in 10m Höhe sichtbar aufhängt....

In Anbetracht, dass eine kleine Magloop auch nur 2-3 % Ihrer Leistung in die Luft bringt, gerade auf 80m, kann das Gebilde ja nicht soooo schlecht sein, zumindest nicht schlechter als die Magloop. Aber darüber wird ja nicht mehr hergezogen....

Jedenfalls gibt es einige Leute, die damit gute Ergebnisse ereichen.

Was es allerdings zu berücksichtigen gibt und was auch noch nie jemand in Frage gestellt hat: Die Antennen sind sehr steil strahlend und daher bestenfalls für Europa geeignet, also hinkt der Vergleich mit einem Dipol, weil der auch DX kann. Hier müssen auch Äpfel mit Äpfel vergleichen werden.

Wer gegen diese Form der Antennen wettert, der soll sie bitte selber nachbauen und vergleichen, und sich nicht nur auf die klassische Sachen verlassen oder gar Simulationsprogramme, die eine solche Antenne garnicht simulieren können!

Sie funktioniert besser als hier immer dargestellt!!!! Warum? Ich weiß es nicht! Aber ich weiß auch, dass die meisten Antennen für gleiche Ergebnisse (Europa!) deutlich größer und unhandlicher bauen!
... faifnain - sewenty-free!! :D

DF3KV

Unregistered

8

Thursday, July 30th 2009, 12:24pm



auch wenn ich deine Kompetenz in Sachen Antennen nicht in Frage stellen will, aber warum funzt dann solch eine Antenne so gut, auch wenn das Kabel vergraben ist? Dann wär doch jeder blöd, der seinen Dipol in 10m Höhe sichtbar aufhängt....

was verstehst Du unter "so gut"?

Jedenfalls gibt es einige Leute, die damit gute Ergebnisse ereichen.

Was sind "gute Ergebnisse"?

Was es allerdings zu berücksichtigen gibt und was auch noch nie jemand in Frage gestellt hat: Die Antennen sind sehr steil strahlend wie kommst Du darauf? und daher bestenfalls für Europa geeignet, also hinkt der Vergleich mit einem Dipol, weil der auch DX kann. Hier müssen auch Äpfel mit Äpfel vergleichen werden.

Ob eine Antenne steil strahlt oder nicht hängt von Aufbauhöhe und Polarisation ab, von nichts anderem. DX kann man mit jeder Antenne machen.


Wer gegen diese Form der Antennen wettert, der soll sie bitte selber nachbauen und vergleichen

Dafür wäre mir die Zeit zu schade, jedes andere Stück Draht geht ja genau so gut

Sie funktioniert besser als hier immer dargestellt!!!! Warum? Ich weiß es nicht!

Hoffentlich kannst Du stattdessen wenigstens Zahlen vorweisen.

Aber ich weiß auch, dass die meisten Antennen für gleiche Ergebnisse (Europa!) deutlich größer und unhandlicher bauen!


Das ist doch völliger Unsinn.

Liefer mal endlich Zahlen ab, statt dieser Wischi-Waschi Behauptungen wie "gut", "besser als", "nicht so schlecht" , "so gut" etc..

Also teile uns bitte den Antennengewinn in dbi bei den diversen Abstrahlwinkeln mit, alles andere ist uninteressant.

Und bitte mal endlich die Frage nach den 50db beantworten:

73
Peter

9

Thursday, July 30th 2009, 12:53pm

Bau doch du einfach mal die Antenne nach und mach einen Test damit!

Ich hab sie aufgebaut und verglichen mit dem, was bei mir möglich war. Alles ist also eine subjektive Empfindung!

Wer wäre somit besser geeignet als Du mit deiner Erfahrung aus vielen Jahren Antennebau und diversen Vergleichsantennen? Und nur zu sagen, zeitverschwendung, Materialverschwendung zeugt dann schon fast von überheblicher Arroganz!

Und die Aussage, alle Antennen sind für DX zu gebrauchen schreit ja zum Himmel! Wie oft wurde hier im Forum zu mancher Antenne schon geschrieben: Die taugt aber nis für DX????
... faifnain - sewenty-free!! :D

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10

Thursday, July 30th 2009, 1:47pm

Also ich kann "gut" definieren: :D

Mit meinem 2x 6,50m Unterdachdipol aus dem Außenleiter von Ecoflex-10 in einem in der Mitte nur 1,20m hohen verbleibenden Dachfirstteil kann ich sehr gut Betrieb von 20m-10m machen, d.h. wen ich höre, hört mich meist auch. Das war nicht immer mit meinen Behelfsantennen an diesem QTH der Fall und erst dieser "dickere" 10mm-Dipol brachte den Erfolg (und wieder den Spaß am Hobby !!).
Zuvor hatte ich schon endgespeiste Drahtantennen mit 9:1-UnUn, ein geschlossenes 9m x 3m Oblong und dasselbe in der Mitte geöffnet als abgewinkelter 2x 12m-Dipol und nicht zuletzt die in Inverted-Vee-Art verspannten Stahl-Windrispenbänder mit rd. 2x 12m, die auf die Dachbalken genagelt sind. Der Ecoflex-Außenleiter-Dipol stellt die alle in den Schatten - das hätte ich nach den vielen erfolglosen Versuchen überhaupt nicht mehr erwartet.

40m nutzte ich bisher eigentlich nie, weil ich zwischen den PA-Brüllaffen mit dieser Antenne und max. 100W und im schmalen SSB-Bereich natürlich chancenlos war. Das hat sich seit der 40m-Banderweiterung um 180° gedreht, d.h. ich finde nun auch Bereiche wo auch mal ein CQ-Ruf erhört wird und man in keinem Pile-Up-Gebrodel untergeht. Oder wo "normale" Antibrüll-QSO's laufen...hi. Daher habe ich bisher nur sehr wenige 40m-Erfahrungen und muß mir eine Antennenbewertung hier ersparen.

Auf 80m sieht's noch grausliger aus, denn hier konnte ich nur an den wenigen "ganz starken" Tagen überhaupt von meinen QSO-Partnern im QRM gehört werden. Und spätestens nördlich von Köln ging die Leistungskurve bereits wieder in den Keller. Das gilt für alle o.g. Antennenformen, die getestet wurden.

Nun kommen die (hier eigentlich im Mantelwellensperren-Thread) angesprochenen und so bezeichneten "Wunderantennen" ins Spiel. War zunächst ein Versuch, weil mein be-rentnerter Afukollege am Ort immer gern ein paar Bastelaufgaben hätte. :D "Dem kann abgeholfen werden !"..sagte ich mir, zumal mich diese Antennen schon seit Bezug der DL7PE-CD im Jahr 2004 interessiert hatten. Der Nachbau blieb allerdings bisher aus.

Lange Rede, kurzer Sinn. Die am Balkon rd. 5m über Grund befestigte 40m-MicroVert pushte mich plötzlich in "Telefonartige QSO's im 40m-Band". Rufen - gehört werden - loslabern - nix wiederholen müssen - und das über den Zeitraum von mind. 15 min. ! Für mich das absolute Novum ...und bisher vom Heimat-QTH nie erreicht. Und die MicroVert mißt gerade mal eine Strahlerlänge von 70cm. Das hätte ich nicht erwartet und läuft für mich "gut". (Da isses wieder, das böse Wort...hi...)

Drastischer im 80m-Band mit der DL7AHW-Kupferofenrohrantenne. Auch die hat nur einen Strahler von 80cm, bei 10cm Durchmesser. Auf dem Balkon aufgestellt, in eine Abendrunde "eingebrochen", Rapports erhalten (...donnerwetter !! Köln hört mich ! Und zwar problemlos. Bzw. die Rundenteilnehmer hörten mich alle). Zwischendrin rief noch ein Nürnberger dazwischen und gab mir ein 9+10. Im nördlichsten Norden Deutschlands waren's an diesem Abend noch S3 - S5 (aber gehört !! Und zwar zwischen permanenten Gewitterstörungen von S9++). Das ist für mich allerdings nicht mehr "gut" -- das ist "saugut" !!!
:D

Ich will nicht wieder die Diskussion über diese beiden Antennen anfachen - zumal ich davon schon eindringlich gewarnt wurde !! Hihi...

Aber bei einer benötigten Bodenfläche von 3m x 2m (für's in Schlingen ausgelegte Koaxkabel) bei einer Aufbauhöhe von max. 2m (Antenne mit kurzem Plastikrohr-Mast) gibt's in diesen Abmessungen, mit diesen "guten" Ergebnissen und für diese Lowbands nichts besseres für mich !!

Magnetloops !? Natürlich dachte ich daran und würde Euch sogar recht geben. Selbst Hochvolt-Butterfly-Drehko's aus der Schweiz sowie zwei Vakuum-Drehkos sind seit längerer Zeit bereits eingekauft. Der technische Aufwand ist bei dieser Antenne jedoch ungleich hörer. Der Knackpunkt ist aber: Ich das für diese Lowbands benötigte "MONSTER" nicht zerlegen ! Eine dauerhafte Installation kommt aus ästhetischen Gründen sowieso nicht infrage und in Sachen "Portabilität" und "Platzersparnis im Arbeitszimmer" lösen die DL7AHW- und DL7PE-Antennen sogar dieses Problem. Koaxkabel einrollen, Antennenrohr und Kabel in die Ecke gestellt...und man kann noch laufen ! Bei einer d=2m und dicken Magnetloop, am besten noch auf einem Rollenwagen, könnte ich auch laufen. Und zwar zum Scheidungsanwalt !! 8o

Also für meinen Anwendungsfall eine totale "Win-to-Win-Situation" mit diesen unproblematischen Kurzantennen.

Wohl dem der Eigenheimbesitzer ist, oder mit den Nachbarn sowieso "Böse Nachbarn - Teil 3" dreht, oder einen blinden Vermieter hat. Für mich jedenfalls haben diese beiden Antennen mein Problem unerwartet und unerwartet gut gelöst. Ich denke sogar schon darüber nach, die 20m-DL7AHW oder 40m-DL7PE in den Kofferraum für den diesjährigen Frankreich-Kurztrip zu packen. Oder meinen MFJ-935B Magnetlooptuner (dann nur für 20m-10m). Alle 3 Antennen sind so schmalbandig, daß auch die typischen Hotel-Elektronikstörungen in den Griff zu bekommen sein sollten.

...huch !! Schon wieder ein Vorteil ! ...jetzt hör' ich aber auf... :D

vy 73,
Jochen
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DF3KV

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11

Thursday, July 30th 2009, 1:57pm

Also ich kann "gut" definieren: :D

Der Ecoflex-Außenleiter-Dipol stellt die alle in den Schatten - das hätte ich nach den vielen erfolglosen Versuchen überhaupt nicht mehr erwartet.


Und hättest Du den Dipol stattdessen verlustarm aufgebaut ginge er auch auf den langen Bändern

73
Peter

DF3KV

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12

Thursday, July 30th 2009, 2:02pm

Bau doch du einfach mal die Antenne nach und mach einen Test damit!

Ich hab sie aufgebaut und verglichen mit dem, was bei mir möglich war. Alles ist also eine subjektive Empfindung!

Aha, das kommt der Sache schon näher wenn man eine schlechte Antenne mit einer Dummyload vergleicht ist die womöglich tatsächlich besser

Wer wäre somit besser geeignet als Du mit deiner Erfahrung aus vielen Jahren Antennebau und diversen Vergleichsantennen?

Deswegen erspare ich mir das auch

Und nur zu sagen, zeitverschwendung, Materialverschwendung zeugt dann schon fast von überheblicher Arroganz!

Ist eben Erfahrung

Und die Aussage, alle Antennen sind für DX zu gebrauchen schreit ja zum Himmel!


Versuch mal zu verstehen was geschrieben wird:

Quoted

Ob eine Antenne steil strahlt oder nicht hängt von Aufbauhöhe und Polarisation ab, von nichts anderem. DX kann man mit jeder Antenne machen.


73
Peter

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13

Thursday, July 30th 2009, 2:09pm

Und hättest Du den Dipol stattdessen verlustarm aufgebaut ginge er auch auf den langen Bändern

73
Peter
:D Hallo Peter,

das "wie" würde mich hierbei brennend interessieren. Ich will ja nicht behaupten, daß ich die beste Variante gewählt habe, aber zumindest die beste bisher.

Jetzt wo Du's ansprichst. Warst nicht DU das sogar mal, der mir vor längerer Zeit gepostet hatte, ich solle den Dipol aus massivem Kupferrohr bauen !? Und ebenso Kupferrohr zu den Anschlüssen des Automatiktuners anstelle Hühnerleiter !? Ich hätte vermutlich massive Probleme, die 2m langen Cu-Rohrstangen durch die kleine seitliche Zugangsdachluke über unserem Balkon zu hieven und dann noch "die Kurve (zur Dachmitte) zu kriegen"...hi. Daher war die Ecoflex-Außenleiterlösung für mich hingegen problemlos zu installieren und wurde erst unterdach ausgerollt. Das war der Grund für diese Lösung.

Habe aber immer für alle Tips ein offenes Ohr. Besten Dank schon mal.

vy 73,
Jochen
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14

Thursday, July 30th 2009, 4:22pm

Bau doch du einfach mal die Antenne nach und mach einen Test damit!

Ich hab sie aufgebaut und verglichen mit dem, was bei mir möglich war. Alles ist also eine subjektive Empfindung!

Aha, das kommt der Sache schon näher wenn man eine schlechte Antenne mit einer Dummyload vergleicht ist die womöglich tatsächlich besser Entschuldigung dass ich jetzt lache, aber ganz blöde bin ich nun auch wieder nicht!!

Wer wäre somit besser geeignet als Du mit deiner Erfahrung aus vielen Jahren Antennebau und diversen Vergleichsantennen?

Deswegen erspare ich mir das auch Aus Angst, dass die Antenne vielleicht besser geht als du es hier darstellst?

Und nur zu sagen, zeitverschwendung, Materialverschwendung zeugt dann schon fast von überheblicher Arroganz!

Ist eben Erfahrung drei mal lach! Erfahrung heisst auch, etwas zu bauen und zu prüfen, auch wenn man nicht daran glaubt! Sowas in der Art hatten wir sogar im Physikstudium....

Und die Aussage, alle Antennen sind für DX zu gebrauchen schreit ja zum Himmel!


Versuch mal zu verstehen was geschrieben wird:

Quoted

Ob eine Antenne steil strahlt oder nicht hängt von Aufbauhöhe und Polarisation ab, von nichts anderem. DX kann man mit jeder Antenne machen.
Genau Peter! Und genau deshalb strahlt sie steil, weil sie möglichst knapp über dem Boden aufgebaut sein muss, damit das Anschlußkabel auf dem Boden liegt! Tut man das nicht, wird sie nicht so, wie beschrieben funktionieren, sondern so, wie hier weitläufig dargestellt!


73
Peter

Nachtrag: Ich will hier mit meiner Aussage nicht behaupten, dass diese verkürzte Antenne besser spielt als ein optimal konstruierter, verlustarm gebauter Dipol! Wer einen ordentlichen Dipol für die Lowbands aufbauen kann, der solle das unter allen Umständen tun, sonst wäre es verschenkter Spaß am Funk!

Nur, wer so wie ich keinerlei Erlaubnis hat, irgendeinen Draht aufzuspannen, ist mit solch einer Antenne oftmals besser dran als mit irgendwelchen anderen zurechtvergewaltigten Antennengebilde. Hiermit meine ich angepasste Dachrinnen und Maschendrahtzäune.... um mal die Extreme zu nennen!
... faifnain - sewenty-free!! :D

df9ic

Unregistered

15

Thursday, July 30th 2009, 4:43pm

warum funzt dann solch eine Antenne so gut, auch wenn das Kabel vergraben ist?

Hallo Stefan,

wir diskutieren über das Funktionsprinzip ja nun nicht das erste Mal, und bei der letzten Diskussion hattest Du angeboten, entsprechende Versuche mit einer von mir bereitzustellen Gleichtaktdrossel direkt an der "Antenne" zu machen, und zwar im Sommer 2009.

Jetzt ist Sommer. Ein bischen Vorlaufzeit (und Angabe des gewünschten Bands) brauche ich für die hochsperrende Gleichtaktdrossel.

Gruss Henning

Edit: gerade noch den Link dazu gefunden. Fragen zu KW-Vertikal Antennen

DF3KV

Unregistered

16

Thursday, July 30th 2009, 4:47pm



Und genau deshalb strahlt sie steil, weil sie möglichst knapp über dem Boden aufgebaut sein muss, damit das Anschlußkabel auf dem Boden liegt! Tut man das nicht, wird sie nicht so, wie beschrieben funktionieren, sondern so, wie hier weitläufig dargestellt!

Eine Antenne strahlt nicht steil weil sie knapp über dem Boden aufgebaut ist.
Die Minivert ist auf jeden Fall ein Vertikalstrahler, auch wenn kein Anschlußkabel auf dem Boden liegt, wäre auch schwierig damit zu fahren wenn sie als Mobilantenne verwendet wird.


Quoted

Nachtrag: Ich will hier mit meiner Aussage nicht behaupten, dass diese verkürzte Antenne besser spielt als ein optimal konstruierter, verlustarm gebauter Dipol! Wer einen ordentlichen Dipol für die Lowbands aufbauen kann, der solle das unter allen Umständen tun, sonst wäre es verschenkter Spaß am Funk!


Ich hatte noch nie eine Antenne die spielt.
Davon abgesehen arbeitet ein solcher Dipol mindestens 20db besser.


Nur, wer so wie ich keinerlei Erlaubnis hat, irgendeinen Draht aufzuspannen, ist mit solch einer Antenne oftmals besser dran als mit irgendwelchen anderen zurechtvergewaltigten Antennengebilde. Hiermit meine ich angepasste Dachrinnen und Maschendrahtzäune.... um mal die Extreme zu nennen!


Dem widerspricht ja niemand, aber mit einem richtig aufgebautem und verlustarm angepasstem 2m langem Strahler wärest Du sicher besser dran.
Und wenn Du irgendwo Unterschiede von 50db festgestellt hast kann gar nichts gestimmt haben.

73
Peter

17

Thursday, July 30th 2009, 10:43pm

@Peter:Wo bitte habe ich den prinzipiellen Wert 50dB geschrieben?

Und richtig, Peter, selbst ein 2m langer Strahler ist zumindest theoretisch perfekt auf 80m zu betreiben! Nur in der Praxis stößt man auch hier an gewisse Grenzen!

@ Henning: Ja das stimmt, ich hatte für diesen Sommer den Vergleich geplant gehabt. Teilweise habe ich auch schon die ersten Dinge dazu vorbereitet, so zum Beispiel eine Magnetic Loop, die ich für den test ausleihen kann und ein Anpassgerät, mit dem ich einen kurzen Dipol anpassen kann. Allerdings schleppt sich ein größeres privates "Ereignis" seit 4 Monaten hin und hält mich anderweitig sehr auf Trab.

Sobald ich alles auf der Reihe habe, werde ich hier den Termin, Uhrzeit und Frequenz posten!
... faifnain - sewenty-free!! :D

df9ic

Unregistered

18

Friday, July 31st 2009, 11:35am

Sobald ich alles auf der Reihe habe, werde ich hier den Termin, Uhrzeit und Frequenz posten!

Sag mir doch schon mal bitte, in welchem Band Du das testen willst - 40 m oder 80 m? - Und bitte eine PN, wenn der Termin steht.

Gruss Henning

DF3KV

Unregistered

19

Friday, July 31st 2009, 12:00pm

@Peter:Wo bitte habe ich den prinzipiellen Wert 50dB geschrieben?


den Link hatte ich bereits angegeben, hier ein Zitat von Dir daraus:

Quoted

Tatsache ist, mit der Vertikal hab ich diese Stationen nicht gehört, jetzt mit S9 und besser!


Und wieviel db sind das von nicht hören bis S9 und besser?
Local noise so etwa -125dbm und S9=50µV?


Und richtig, Peter, selbst ein 2m langer Strahler ist zumindest theoretisch perfekt auf 80m zu betreiben!
Theoretisch liesse sich auch ein Hertzscher Dipol dort perfekt betreiben.

Nur in der Praxis stößt man auch hier an gewisse Grenzen!


Welche gewissen Grenzen meinst Du denn?
In den etwa 8 Jahren wo ich hauptsächlich damit auf 80m qrv war konnte ich keine Grenzen feststellen.

73
Peter

20

Friday, July 31st 2009, 10:13pm

K9YC zum Thema

Jim Brown K9YC schreibt zum Thema RFI / Ferrite
http://www.audiosystemsgroup.com/RFI-Ham.pdf

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