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Kelemen-Dipol: Was stirbt zuerst?

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1

Saturday, March 28th 2009, 7:30pm

Kelemen-Dipol: Was stirbt zuerst?

Hallo Forum,

ich habe gerade einen geerbten, frisch aufgehängten Kelemendipol DP-4020-S (400W) mit Leistung beaufschlagt. Beim Abstimmen der AL80 kam wohl man kurzzeitig ca. 500W raus, scheint mir der Dipol verübelt zu haben. Jedenfalls war das SWR hinterher schlecht. :pinch:
Was ist wohl geschossen worden? Der/die beiden Traps? Oder der Balun? Einen Balun hätte ich noch, nen Trap nicht :(

Erfahrungen? Kommentare? Ich möchte den Dipol nicht unnötig früh aufgeben.

73, Daniel

2

Saturday, March 28th 2009, 7:54pm

RE: Kelemen-Dipol: Was stirbt zuerst?

Hallo Forum,

ich habe gerade einen geerbten, frisch aufgehängten Kelemendipol DP-4020-S (400W) mit Leistung beaufschlagt. Beim Abstimmen der AL80 kam wohl man kurzzeitig ca. 500W raus, scheint mir der Dipol verübelt zu haben. Jedenfalls war das SWR hinterher schlecht. :pinch:
Was ist wohl geschossen worden? Der/die beiden Traps? Oder der Balun? Einen Balun hätte ich noch, nen Trap nicht :(

Erfahrungen? Kommentare? Ich möchte den Dipol nicht unnötig früh aufgeben.

73, Daniel


Baujahr? Sprich: Von OM Kelemen selbst oder WiMo (seit Sommer 2008)? Wir haben selten Reklamationen älterer Dipole gesehen, bei denen die Lötstelle in den Plexiglasteilen, die die Traps halten, aufgegangen ist. Dies durch zuviel Leistung. Das bedeutet dann: an der Stelle die Vergussmasse rausfräsen, den Trap neu anlöten, neu vergiessen. Neu abgleichen, da sich evtl. die Länge des Trap-Anschlusses verändert hat, die sind ziemlich kritisch.

Die zweithäufigste Fehlerstelle bei zuviel Leistung ist der Balun. Leicht zu reparieren.

73,
Ekki, DF4OR

3

Saturday, March 28th 2009, 8:08pm

Hallo Ekki,

danke für den Hinweis.

ich vermute, es handelt sich um einen alten Kelemen. Kann man das optisch erkennen? Wie gesagt, ich habe das Ding geerbt.
Wenn also die Traps betroffen sind, dann nur durch thermische Effekte? Spannungsdurchschläge im Koax sind nicht zu befürchten? Das wäre ja gut, denn den Rest bekomme ich vielleicht hin. Treten denn am Trap so hohe Ströme auf, dass die Lötstellen aufgehen? So schnell? Habe nur ca. 10s die 500W draufgegeben. Drum hätte ich auf Durchschläge getippt.

Was kann beim Balun passiert sein? Beschädigung der Wicklung durch Überhitzung?

73, Daniel

4

Saturday, March 28th 2009, 9:09pm

Hallo Ekki,

danke für die Information. Mir ist genau das gleiche passiert, auch mit einem uralten "originalen"
8040-S (22m). Allerdings ging er bei mir nach 1 Sek. bei ca. 300 Watt kaputt. Der Balun ist es nicht,
wird wohl einer der Sperrkreise sein. Die Resonanz hat sich auf 80m nach 3900kHz verschoben, auf
40m gibt es gar keine mehr. Habe von euch jetzt den etwas längeren (27m), dem scheint es bisher
noch gut zu gehen ;) . Demnächst mach ich mal die Verbindungsstellen auf und schaue mir das an.
Ich gehe mal nicht davon aus, dass die Lötungen in den Verlängerungen aufgegangen sind.

73
Bernd
DK5BM

This post has been edited 1 times, last edit by "dk5bm" (Mar 28th 2009, 9:14pm)


5

Sunday, March 29th 2009, 10:32am

Moin,

Wenn also die Traps betroffen sind, dann nur durch thermische Effekte? Spannungsdurchschläge im Koax sind nicht zu befürchten? Das wäre ja gut, denn den Rest bekomme ich vielleicht hin. Treten denn am Trap so hohe Ströme auf, dass die Lötstellen aufgehen? So schnell? Habe nur ca. 10s die 500W draufgegeben. Drum hätte ich auf Durchschläge getippt.

Was kann beim Balun passiert sein? Beschädigung der Wicklung durch Überhitzung?


Du hast noch nicht geschrieben, auf welchem Band das passiert ist. Nach 10 Sekunden im Winter.. dann kann es eigentlich nur auf der Trap-Resonanzfrequenz (hier: 14MHz) passiert sein, nur dort treten so hohe Blindleistungen auf. Die Maximalleistungen bei den Fritzel-W3DZZ wurden früher nicht ohne Grund immer bezogen auf "PEP-PA-Input" angegeben ;)

73
Ulrich, DF4KV

6

Sunday, March 29th 2009, 5:02pm

Hallo Ulrich,

was du schreibst klingt logisch. Aber ich glaube, der Schaden ist auf 40m entstanden.
Wenn das Wetter wieder besser ist, werde ich die Traps mal sichten und dippen.

73, Daniel

Posts: 23

Occupation: Dipl.-Ing.

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7

Tuesday, March 31st 2009, 3:49pm



Aktuelles Bild eines "Schadens" vom WPX-Contest am Wochenende.
Es wurde "kurzfristig" von einem OV-Kollegen mit 1.8 kw auf 80 Meter SSB-Betrieb gemacht.
( ---> Kelemen Sperrkreisdipol 40-80-160 in der 1kw-Version )

Wie man sieht ist zuerst der Anschluss des Sperrkreises "gestorben". Der Balun hat nichts abgekriegt.

@Ekki:
Bekommt man das auf "Kulanz" repariert ?! ^^

73&55
;) Joachim ;)
Locator: JN48FT Nordschwarzwald; "auf der Kurzwelle zuhause" :-) 3.743 MhZ und 26.975 MhZ FM

DF3KV

Unregistered

8

Tuesday, March 31st 2009, 4:26pm



Es wurde "kurzfristig" von einem OV-Kollegen mit 1.8 kw auf 80 Meter SSB-Betrieb gemacht.

Wie man sieht ist zuerst der Anschluss des Sperrkreises "gestorben". Der Balun hat nichts abgekriegt.


Das Kabel selbst kann mehr als diese Leistung noch auf 2m und 12KW auf 80m vertragen.
Wird sich abgelötet haben. An Antennen sollte alles nur gecrimpt/verschraubt sein.

73
Peter

9

Tuesday, March 31st 2009, 5:45pm


@Ekki:
Bekommt man das auf "Kulanz" repariert ?! ^^


LOL... kannste ja mal reinschicken, dann haben die Kollegen auch was zu lachen ;-)

73,
Ekki, DF4OR

10

Wednesday, April 1st 2009, 7:45am

Hallo Joachim,

danke für das Foto. Ich werde am Wochenende mal aufs Dach gehen und die Traps sichten. Falls es was zu sehen gibt, schicke ich auch mal ein Foto.

73, Daniel

11

Monday, April 6th 2009, 12:49pm

Servus,

ich war eben auf dem Dach. Ein Trap ist beschädigt. Es gab einen Überschlag zwischen Eingang und Ausgang. Die Anschlüsse des Koaxtraps sind in ein Stück Plexiglas (oder Makrolon) eingegossen. Allerdings scheint der Verguß geschrumpft zu sein, es gibt nicht überall eine Verbindung mit dem Plexi, sondern an der Grenze einen feinen Spalt. Dort mag Wasser eingedrungen sein, was einen Überschlag begünstigt haben könnte. Es ist ein richtiger Tunnel in die Vergussmasse geschmolzen.
Die Verbindungen zwischen Draht und Trap scheinen gekrimpt und gelötet zu sein und sind in Ordnung. Ich versuche vielleicht mal, die Vergussmasse an den Grenzen herauszufräsen und neu zu vergießen. Dann sollten die spezifizierten 400W vielleicht wieder erreichbar sein, evtl. mehr, was ich aber nicht ausprobieren werde ;-)

Dass die Vergussmasse schrumpft und sich nicht zuverlässig mit dem Plexi verbindet ist aber ein Designfehler. Kann sein, dass das bei aktuellen Versionen des Dipols besser gelöst ist.

MNI 73, Daniel

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