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Fragen zur Langdrahtantenne

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Tuesday, December 2nd 2008, 6:21pm

Fragen zur Langdrahtantenne

Hallo Leute,

ich brauche eure Hilfe, um zu beurteilen, ob so eine Langdrahtantenna den Aufwand wert ist.



Der obere Befestigunspunkt ist ca. 17m hoch und darf nicht zu sehr belastet werden. Die Station ist in einem einstockigem Gebäude, es kann maximal 1 kurzer (5 m) Mast aufgestellt werden, direkt am Fenster.

Am Anfang war ich für eine Zeppelin, aber
* die Antenna soll abstimmbar auf allen (auch WARC) Bändern sein
* es gibt einen Rechner auf der Station selbst sowie welche in den Nachbarräumen

Darum habe ich ein Koax und die Fernabstimmung (L-Schaltung) im Speisepunkt gewählt. Die Mantelwellensperre soll gegen störender PC-Austrahlung helfen, die sonnst mit der aüßeren Mantelseite aufgenommen würde.

Der waagerechte 4m lange Draht soll als Gegengewicht dienen, damit die Impedanz in für eine L-Schaltung beherrschbaren Grenzen bleibt.

Der TRX ist geerdet.

Liege ich mit folgenden Aussagen richtig?
* Eine Hühnerleiter würde bemerkbar austrahlen (und empfangen), denn die Antenna ist ausgeprägt unsymmetrisch
* Ein zweiter Schulter (4m Draht in meinem Beispiel) ist notwendig, denn sonnst wird die Erde samt Erdungsdraht zum Gegengewicht

Und noch Fragen:
* Ist der Wirkungsgrad (von der LC-Anpassung abgesehen) schlechter, als bei einem in der Mitte gespeisten Dipol?
* strahlt der Erdungsdraht des TRX bemerkbar mit?

This post has been edited 2 times, last edit by "dl2ipu" (Dec 6th 2008, 5:26pm)


2

Wednesday, December 3rd 2008, 1:30pm

Langdraht Aufwand

Einfacher kann wohl eine Antenne nicht sein -
rate zu einem ATU z.B SG 239
einfacher geht es wohl nicht - man muss allerdings auch an ein entsprechendes Gegengewicht denken

Fragen ?
Gruß Uwe

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3

Wednesday, December 3rd 2008, 1:57pm

RE: Fragen zur Langdrahtantenne


Am Anfang war ich für eine Zeppelin, aber
* die Antenna soll abstimmbar auf allen (auch WARC) Bändern sein

ja, die Zeppelin-Antenne ist eine Monoband Antenne

* es gibt einen Rechner auf der Station selbst sowie welche in den Nachbarräumen

das will zunächst nichts bedeuten

Darum habe ich ein Koax und die Fernabstimmung (L-Schaltung) im Speisepunkt gewählt. Die Mantelwellensperre soll gegen störender PC-Austrahlung helfen, die sonnst mit der aüßeren Mantelseite aufgenommen würde.

das passiert dann ohnehin über den Empfang per Antenne, dagegen hilft eine Mantelwellensperre nicht.

Der waagerechte 4m lange Draht soll als Gegengewicht dienen, damit die Impedanz in für eine L-Schaltung beherrschbaren Grenzen bleibt.

die Impedanz kann dadurch durchaus in einen extremen Bereich rutschen, 4m Gegengewicht haben auf 80m und 160m keine Bedeutung

Der TRX ist geerdet. woran? Und mit welcher Leitungslänge?

Liege ich mit folgenden Aussagen richtig?
* Eine Hühnerleiter würde bemerkbar austrahlen (und empfangen), denn die Antenna ist ausgeprägt unsymmetrisch

nicht mehr als die Antenne, eher um etliches geringer und mit einem vernünftigen symmetrischen Koppler kann man die Ströme symmetrieren


* Ein zweiter Schulter (4m Draht in meinem Beispiel) ist notwendig, denn sonnst wird die Erde samt Erdungsdraht zum Gegengewicht

das ist auch dann nicht auszuschliessen, entweder pro Band ein abgestimmtes Radial oder 1 abstimmbares Radial

Und noch Fragen:
* Ist der Wirkungsgrad (von der LC-Anpassung abgesehen) schlechter, als bei einem in der Mitte gespeisten Dipol? Nein
* strahlt der Erdungsdraht des TRX bemerkbar mit? das kommt darauf an wie die Gegengewichte und Stromverteilungen wirken


Wie lang ist die Antenne denn überhaupt? Um sie als Langdraht bezeichnen zu können müsste sie ja mindestens 80m lang sein um sie auf 160m so nennen zu können.

73, Peter
Das unwichtigste bei einer Antenne ist deren SWR

4

Thursday, December 4th 2008, 11:55am

Langdraht Aufwand

Einfacher kann wohl eine Antenne nicht sein -
rate zu einem ATU z.B SG 239
einfacher geht es wohl nicht - man muss allerdings auch an eine entsprechendes gegengewicht denken

Fragen ?
Gruß Uwe

5

Thursday, December 4th 2008, 7:12pm

Geerdet ist der TRX über eine ca. 4m lange Kupferschiene am Fundamenterder (s. Bild-Link). Abgestimmte und überhaupt Radiale kann ich leider nicht verlegen.

Was haltet ihr von einem Serienschwingkreis zwischen dem TRX und der Kupferschiene (wie im Rothammel-Kapitel über die "künstliche Erde")?

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6

Thursday, December 4th 2008, 7:35pm

Geerdet ist der TRX über eine ca. 4m lange Kupferschiene am Fundamenterder (s. Bild-Link). Abgestimmte und überhaupt Radiale kann ich leider nicht verlegen.

Was haltet ihr von einem Serienschwingkreis zwischen dem TRX und der Kupferschiene (wie im Rothammel-Kapitel über die "künstliche Erde")?

Wenig, der gehört wenn er eingesetzt wird zwischen Erdanschluss des Tuners und Gegengewicht.

Die Tunererde und die Transceivererde muss auf gleichem Potential sein sonst fliessen Mantelströme auf dem Koaxkabel.

73, Peter
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7

Friday, December 5th 2008, 9:15am

Guten Morgen,

ich betreibe eine ganz ähnliche Antenne hier in meiner ET Wohnung Stadtmitte 5.OG.
Lediglich mit Neigungswinkel nach unten - Drahtlänge hab ich nicht genau gemessen, da ich die max. Länge bis zu einem Kastanienbaum nutzen wollte.
Einspeisung über Draht an Tuner und dann ein Coax Choke auf einem Abwasserrohr als Strom Balun. Desweiteren hab ich nach Rücksprache mit Peter DF3KV Lambda/4 Radials für 40m, 20m Radials unter den Sockelleisten verlegt. Die anderen Bänder gingen ohne Probleme anzupassen. Erdung über Zentralheizung.
Damit lässt sich eigentlich ganz passabel mit 100W Funkbetrieb machen, wenn man die Umstände betrachtet.
Empfangstechnisch ist diese Konfiguration natürlich nicht optimal..........da muss ich machmal schon die Ohren spitzen und alle Filter im Griff haben.
Vielleicht wohnst du auf dem Land und hast einen kleineren Störpegel.......momentan ist Weihnachtszeit und alle haben Lichterketten auf China aufgehängt (-:
Ergebnisse bis dato:

JA in SSB auf 20m
UA0 in CW auf 20m
DL auf 80m immer guter Rapporte
vy 73 de Timo

8

Friday, December 5th 2008, 1:58pm

Guten Morgen,
ich betreibe eine ganz ähnliche Antenne hier in meiner ET Wohnung Stadtmitte 5.OG.
Lediglich mit Neigungswinkel nach unten - Drahtlänge hab ich nicht genau gemessen, da ich die max. Länge bis zu einem Kastanienbaum nutzen wollte.

hätt ich auch gemacht

Quoted


Einspeisung über Draht an Tuner und dann ein Coax Choke auf einem Abwasserrohr als Strom Balun. Desweiteren hab ich nach Rücksprache mit Peter DF3KV Lambda/4 Radials für 40m, 20m Radials unter den Sockelleisten verlegt. Die anderen Bänder gingen ohne Probleme anzupassen. Erdung über Zentralheizung.
hängt etwas von der Länge ab .... wenn du wirklich am hochohmigen Ende sitzt, ist die "Erdung" nicht ganz so kritisch für das Anpassverhalten...aber evtl. besseres "Einstreuen" auf andere Geräte
bei so einem Konstrukt sicherheitshalber alles mit viel (dickem) Draht auf gleiches Potential legen !

Quoted


Damit lässt sich eigentlich ganz passabel mit 100W Funkbetrieb machen, wenn man die Umstände betrachtet.
Empfangstechnisch ist diese Konfiguration natürlich nicht optimal..........da muss ich machmal schon die Ohren spitzen und alle Filter im Griff haben.
Vielleicht wohnst du auf dem Land und hast einen kleineren Störpegel.......momentan ist Weihnachtszeit und alle haben Lichterketten auf China aufgehängt (-:
Ergebnisse bis dato:

JA in SSB auf 20m
UA0 in CW auf 20m
DL auf 80m immer guter Rapporte
vy 73 de Timo

Ja ... DX ging wieder mal für Drahtantennen...ist natürlich wesentlich mühsamer, als mit grösseren Beams -> aber das weiss man ja.

73
Fred
@dl2ipu : es gibt zwar einen ganze Menge Tipps zu "..best practice...", aber das setzt irgendwo immer eine spezielle Umgebung voraus..Hilft also nicht alles nicht immer...

9

Saturday, December 6th 2008, 5:37pm

Danke nochmals an alle fur die Antworte und auch die Korrektur. Die Antenne ist nur 33m lang und (zugegeben) ist somit kein Langdraht.

Quoted

mit einem vernuenftigen symmetrischen Koppler kann man die Stroeme symmetrieren

Ich habe versucht, die Speisung mit soeinem Koppler auf der folgenden Skizze darzustellen. Aber ob es funktioniert? 4m sind auf 80m nur Lambda/20 = nichts, wie Peter bereits geschrieben hat. (Ich kann einen Gedanke nicht loswerden: wenn es prinzipiell geht, wieso stimmt niemand die Zeppelin auf allen Baendern mit Hilfe eines symmetrierenden symmetrischen Kopplers ab? Von dieser Kombination habe ich aber nirgendwo gelesen, höchstens über die "off-center fed dipoles" http://www.cebik.com/content/gup/gup11.html).

Quoted

stoerende PC-Austrahlung - das passiert dann ohnehin uber den Empfang per Antenne, dagegen hilft eine Mantelwellensperre nicht.

Die Station samt Rechner befindet sich direkt am 5m-Mast. Es soll doch einen Unterschied machen, ob ein abgestimmtes Radial mit Strombauch (wie auf dem Bild aus der SGC-Betriebsanleitung) oder eine symmetrierte HL bzw. ein Koax mit Mantelwellensperre in unmittelbarer Naehe des Rechners (1.5m) verlaeuft, oder?

This post has been edited 2 times, last edit by "dl2ipu" (Dec 6th 2008, 7:00pm)


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10

Saturday, December 6th 2008, 7:39pm

Danke nochmals an alle fur die Antworte und auch die Korrektur. Die Antenne ist nur 33m lang und (zugegeben) ist somit kein Langdraht.


Quoted

mit einem vernuenftigen symmetrischen Koppler kann man die Stroeme symmetrieren



Ich habe versucht, die Speisung mit soeinem Koppler auf der folgenden Skizze darzustellen. Aber ob es funktioniert? 4m sind auf 80m nur Lambda/20 = nichts, wie Peter bereits geschrieben hat. (Ich kann einen Gedanke nicht loswerden: wenn es prinzipiell geht, wieso stimmt niemand die Zeppelin auf allen Baendern mit Hilfe eines symmetrierenden symmetrischen Kopplers ab?

Es geht nicht um das abstimmen, abstimmen auf SWR1 kann man alles.

Die Zeppelin Antenne funktioniert nur dann richtig wenn die speisende Hühnerleiter am Verbindungspunkt zum Spannungsbauch des Drahtes ebenfalls einen Spannungsbauch aufweist. Den Spannungsbauch am Ende einer abgestimmten Hühnerleiter kann man per Koppler hinbekommen, aber nicht den Spannungsbauch des Strahlers für alle Bänder. Mit Hilfe einer DL7AB Verlängerungsspule zur Kompensation funktioniert es allerdings schon etwas besser. In allen anderen Fällen arbeitet die Speisleitung nicht symmetrisch.

Deinen 33m langen Draht kannst Du nicht mit Zeppelinspeisung betreiben, sondern sinnvoll nur über einen asymmetrischen Koppler. Die Bänder auf denen Stromkopplung herrscht benötigen ein gutes Gegengewicht, dies könnte z.B. eine abgestimmte künstliche Erde sein.

Bei Spannungskopplung ist das eher unkritisch.


Quoted

stoerende PC-Austrahlung - das passiert dann ohnehin uber den Empfang per Antenne, dagegen hilft eine Mantelwellensperre nicht.

Die Station samt Rechner befindet sich direkt am 5m-Mast. Es soll doch einen Unterschied machen, ob ein abgestimmtes Radial mit Strombauch (wie auf dem Bild aus der SGC-Betriebsanleitung) oder eine symmetrierte HL bzw. ein Koax mit Mantelwellensperre in unmittelbarer Naehe des Rechners (1.5m) verlaeuft, oder?

Nein, warum sollte das ein Unterschied sein? Die Störungsursache (PC Störspektrum) musst Du bekämpfen, nicht die Wirkung.

Ein einzelnes abgestimmtes Lambda/4 Radial hat davon abgesehen nur auf einer einzigen Frequenz und den ungeradzahligen Vielfachen einen Strombauch. Der Strombauch beim abgestimmtem Radial befindet sich an der Masseseite des TRX, am Ende befindet sich entsprechend Spannung.

Störungsarmen Empfang bekommt man nur durch verdrosseln und schirmen von Störquellen und durch gute HF-Erdung.

73, Peter
Das unwichtigste bei einer Antenne ist deren SWR

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