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Amateurfunk - ein preiswertes Hobby?

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1

Friday, October 31st 2008, 10:09am

Amateurfunk - ein preiswertes Hobby?

Hallo liebe Freunde,
ich mache mir Gedanken, wie man Spass am Afu haben kann. Viele Interessenten sind jung - abgeschreckt wenn sie so ein Shack sehen. "Kann ich mir nie leisten!" Wie kann man unser Hobby schmackhaft machen? Es gibt OMs, arbeitslos geworden, in Hartz IV gefallen, Zeit vorhanden, kein Geld vorhanden.
Gibt es immer noch die Möglichkeit, unser Hobby ohne erschreckenden/abschreckenden Aufwand zu betreiben?
Sieht jemand die tollen Antennenanlagen auf riesigen Masten, Geräte die mehrere tausend Euro kosten, es entsteht der Eindruck, einer elitären, wohlhaben Klasse von Einzelgängern.
Können wir da Abhilfe schaffen? Wo sind die Beispiele, dass unser Hobby preiswert und einfach sein kann? Gibt es da Projekte?

Beste 73
Walter DD 2 BI ?(

2

Friday, October 31st 2008, 10:45am

Hallo Walter,
Amateurfunk und preiswertes Hobby vertragen sich nicht. Aber man kann schonmal damit anfangen, dass man nicht unbedingt riesen Antennenmonster im Garten braucht,
sondern auch eine selbstgebaute Drahtantenne ausreicht um viele und gute Verbindungen auf Kurzwelle zu machen.
Auch für UKW kann man einigermassen preisgüstig Antennen wie z.B. die von DK7ZB nachbauen.

Man braucht ja auch keinen Bugatti Veyron um zu Aldi zu fahren, obwohl es sich ich darin sicherlich schneller und bequemer zum Ziel fährt als mit einem alten Renault Clio.

Bei den Geräten wird es schwer.
Einem jugentlichen Einsteiger ein altes gebrauchtes Gerät schmackhaft zu machen geht kaum , da wir es ja heutzutage vom Handy , PC
gewohnt sind, dass alles inzwischen ein TFT , Digitaltechnik und allen möglichen Schnickschnack haben muss und die Hardware zum kommunizieren
meist für Lau nach Hause kommt.

Amateurfunkeinstieg für <100%u20AC wird schwer (gebrauchte Handfunke für UKW),
aber ich denke dass man mit Eigenleistung bereits für ~800%u20AC mit einem gebrauchten KW Mobilgerät à la FT-857und einem vielleicht
neuen Ft-1802 Antennenbaumaterial für eine Drahtantenne , UKW Antenne und etwas Kabel einen guten Einsteig finden kann.
Ein gebrauchter Antennentuner oder selbstgebauter sollten vielleicht auch preislichncoh drin sein.
Das sollte sich durch einen Ferienjob bezahlen lassen.

Früher als die OM's noch freigiebiger waren und nicht jedes 2m Koaxstück bei ebay verkauft wurde und man als junger Anfänger am
OV-Abend ab und an mal was an Material zugesteckt bekommen hat , konnte man auch ohne viel Geld für Antennen /Kabel durchstarten.

Wenn ich überlege was wir als damals Schüler alles am OV-Abend bekommen haben .... , Antennen , Koax Stücke , Bauteile die irgendwo gehortet und nicht gebraucht wurden. Das war mehr als Hilfreich und wir (damals 2 Frischlinge) waren somit ziemlich schnell von KW bis 2m QRV.

Was man den Anfängern jedoch begreiflich machen muss ist, denke ich, dass so eine Station mit den Jahren wächst und die meisten von uns nicht
"alles auf einen Schlag" gekauft haben.
Man fängt irgendwo klein an und guckt dann wo seine Reize im Amateurfunk liegen und baut seine Station dahingehend langsam aus.

Bespiele dass Amateurfunk auch preiswert sein kann sehe ich nur in dem Aufzeigen von Selbstbauprojekten wie Drahtantennen,
Yagis nach z.B.DK7ZB die gute Leistung haben und viel weniger als fertige kosten.
Auch sind die OM's hier gefragt etwas mitzuwirken und zu erzählen, dass man auch selber bauen kann und dass so eine Station nicht auf einen Schlag gekauft wird.
Ich habe z.B: damals als ich angefangen habe, z.B. ein Handfunkgerät geliehen bekommen um in der ersten Zeit wenigstens auf UKW QRV zu sein und den frischen Lappen wenigstens auf 2m und 70cm voll auszunutzen bis ich ein eigenes Gerät kaufen konnte.
Das war hilfreich und ich fiel nach der Lizenz nicht direkt in das Loch - "Nu hab ich den Lappen aber kann nicht funken".


Ich denke, dass um neue Anhänger, gerade Jugendliche, zu gewinnen auch sehr der Ham Spirit gefragt ist, dass man auch mal etwas verleiht, verschenkt und den Einsteigern tatkräftig zur Seite steht und sie beratend und wie gesagt materiell etwas unterstützt.
Wenn man als Einsteiger oder potentieller Einsteiger zu spüren bekommt , dass man nicht alles sofort braucht und der Einstieg stemmbar ist, ist dies sicherlich förderlich.


73's

Félix

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3

Friday, October 31st 2008, 10:59am

Hallo Walter,

also ich kann nur sagen, daß es im Vergleich zu meiner Anfangszeit 1990 doch schon deutlich preiswerter geworden ist.
Ich war damals gerade 15 und stand vor dem selben Problem. Mit Müh und Not hat man sich das Geld für ein Handfunkgerät(C-520) und eine Antenne(X-510N) zusammengespart. Heute bekommt man für das gleiche Geld weitaus mehr. So tolle All in One Geräte wie z. B. der FT-817, FT-857 gab es damals noch nicht. Sicherlich sind 500,- EURO auch noch viel Geld, aber im Vergleich hat man dafür heute ein Gerät, mit dem man (fast) alles machen kann, wofür man früher gerade mal mit 5W auf 2m und 70cm FM QRV werden konnte.
Eine einfache Drahtantenne mit Balun und Tuner kann man sich sehr preiswert selber bauen, um auch auf KW aktiv zu werden.

Unter 2000DM war damals für Kurzwelle nichts zu haben, und das war auch weit für mich entfernt, aber da ich damals hauptsächlich nur auf 10m Betrieb machen wollte/durfte, reichte dazu eine President Lincoln, die ich mir von einem bekannten OM ausgeliehen hatte, und eine alte CB-Funk Antenne.

Und dann gibt es ja auch immer noch die Klubstationen vieler OV´s, die man natürlich jederzeit benutzen kann, wenn man selbst nichts hat.

Also so schlimm würde ich das nicht sehen, wer Interesse hat, findet auch einen Weg.
Eher erschreckend finde ich, wie teuer inzwischen die Prüfungsgebühren geworden sind. Das gibt mir leider auch den Eindruck, daß dies nur noch ein Hobby für Wohlhabende geworden ist...
73 de Klaus!
DH6MBM

4

Friday, October 31st 2008, 11:02am

Preiswert vs. teuer?!?

Hallo,

  • wenn ich preiswert lese ist Amateurfunk bestimmt das richtige Hobby...
  • wenn es aber um billig geht, dann wohl nicht!
Wobei selbst das nicht absolut ist. Ich denke es gibt im Amateurfunk sehr viele Möglichkeiten auch mit kleinem Geldbeutel Spaß zu haben. Es kommt halt darauf an, was man unter Spaß versteht.
  • eine 2m Ortsrunde (Relais)? -> geht für sehr wenig Geld - selbes gilt für 70cm
  • eine UKW-Konteststation die unter den ersten 10 Teilnehmern landen kann - für mich alleine unbezahltbar (d´rum funke ich bei dk0cg.de mit)
  • eine QRP Station mit der ich auf einem ausgewählten Band mit einer Monobanddrahtantenne an einer Angelrute QRV sein kann (mach z.B. mir auch immer wieder Spaß) - ist mit kleinem Geldbeutel zu realisieren.
  • eine DXpedition nach KH7/3B9 usw... kann ich mir beim besten Willen nicht leisten!
  • eine KW Konsteststation Multi/Multi kann ich auch nicht bezahlen...
  • am WAG gibt es aber eine QRP -Klasse
  • und im CQ WW gibt es (glaube ich) sogar eine singel-Band-Wertung...
  • EME auf 2m/70cm/23cm in SSB - wo soll ich die Antenne hin stellen, selbst wenn ich sie bezahlen könnte?
...also was ist Amateurfunk? Und was willst Du machen? Dann kannst Du Dir überlegen ob Dein Geldbeutel dazu passt oder nicht. Wenn nicht gibt es bestimmt eine Alternative.

Ergo: Amateurfunk ist "preiswert" und muß nicht teuer sein...

just my 2 cents
73 de Thomas

P.S: Clubstationen hätte ich jetzt fast vergessen - unser OV freud sich immer wenn diese auch benutzt wird...
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5

Friday, October 31st 2008, 11:55am

Ich denke mal daß das Hobby Amateurfunk eigentlich nicht sooo teuer ist...wie immer kommt´s dabei eben darauf an was ein unbedingtes "must-have" ist...
Wenn man die "jungen" heute so anschaut - da gibt es die einen die ihre Autos für einen Riesenberg Geld "verschönern"...(verspoilern, Speziallackierungen, schweineteure Felgen...)
..die anderen müssen unbedingt immer das allerneueste Handy haben - Kosten spielen dabei offensichtlich keine Rolle (..Stichwort i-Phone)...
Junge Damen beim shoppen - da müssen es schon diverse Designer-Markenklamotten sein wo ein Shirt einen Hunderter kostet, die dazu passende Tasche nochmals einen großen Schein, die Stiefel hunderfuffzig.....

...und das alles obwohl bei vielen das Gehalt in keinem Verhältnis dazu steht... :D

..somit denke ich - wen die "Krankheit" Amateurfunk richtig gepackt hat und das Interesse daran nicht nur eine Eintagsfliege ist - der investiert entsprechend in sein Hobby....


Mike

6

Friday, October 31st 2008, 12:10pm

Quoted

..die anderen müssen unbedingt immer das allerneueste Handy haben - Kosten spielen dabei offensichtlich keine Rolle (..Stichwort i-Phone)...
hey, mein iPhone war eines der preiswertesten Handys der letzten 10 Jahre!! Preiswerter war nur noch mein erster Communicator...

CU Thomas
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7

Friday, October 31st 2008, 1:23pm

hey, mein iPhone war eines der preiswertesten Handys der letzten 10 Jahre!! Preiswerter war nur noch mein erster Communicator...


Freak :D

Ok aber mal zum Thema .. ich kann mich nur anschliessen, will das ganze vielleicht mal mit Zahlen belegen.
Ich habe mir erst 2005 meine erste Kurzwellenstation gekauft:
- Transceiver IC-720A für 250 EUR
- Netzteil 25 Ampere für 30 EUR
- 10m RG58 mit Steckern für 0 EUR
- 20m Kupferdraht mit 1:9 für 35 EUR
- "Selbstbaumatchbox" für 40 EUR

insgesamt 355,- EUR

und schon war ich auf KW QRV...

73, Ronny

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8

Friday, October 31st 2008, 1:26pm


Quoted

..die anderen müssen unbedingt immer das allerneueste Handy haben - Kosten spielen dabei offensichtlich keine Rolle (..Stichwort i-Phone)...
hey, mein iPhone war eines der preiswertesten Handys der letzten 10 Jahre!! Preiswerter war nur noch mein erster Communicator...

CU Thomas
...haha - sag´bloß es gibt noch teureres blödsinniges Spielzeug als das Nichtskönnerphone :D ..
Hat aber mit´m Thema nix zu tun. Es ging einfach nur darum daß das Hobby Amateufunk sehr wohl günstig ausfallen kann. Klar - bei Arbeitslosigkeit, Hartz4 und ähnlichen finanziellen Engpässen schaut´s sicher für den einen oder anderen einfach mies aus in Sachen Gerätekauf oder so - denke aber mal daß dann derjenige andere Probleme hat als sich den Kopf um Equipmentkauf zu zerbrechen..

73 Mike

DL4DAN

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9

Friday, October 31st 2008, 3:23pm

Tja, wie die Vorredner schon sagten: wo halt das Interesse liegt...

Wenn ich heutzutage in e...y reinschaue, was gebrauchte "kommerzielle" Geräte kosten (C-Netz-Telefone, alte Betriebsfunk-Quarzmöhren, etc). Wer das richtige Angebot erwischt und handwerklich noch a bissl fit ist (-> Selbstbau und Amateurfunk !?), der bekommt für teilweise weniger als 50 Euro ein UKW-Gerät, das einem käuflichen Amateurfunkgerät in nix nachsteht. Teilweise haben die Betriebsfunkgeräte einen besseren Empfänger sogar als die Amateurfunkgeräte. Beim Amateurfunk ist es genauso, wie im restlichen Leben auch: Wer selbst was tut, kommt billiger weg. Wenn man sein Abendessen zuhause selbst kocht, kommts auch günstiger, als in die Gastronomie zu gehen.

73s, Dany
Das Leben ist wie ein Computerspiel:
Die Handlung ist oft besc****en, aber die Grafik is affengeil !!! 73s, Dany

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10

Friday, October 31st 2008, 3:25pm

Hallo zusammen,
früher in den 70ger Jahren konnte ich mir keinen Semco Terzo leisten (etwa 2000 DM). Etwa 1974 war ich auf Schulung in Mainz und konnte in der Klubstation des IBM-Werks Mainz dieses Gerät ausgiebig testen. Das war mein Traum und heute habe ich einen. General überholt von einem OM, der die Reste von Semco aufkaufte. Das Gehäuse ist auch neu und alles wurde aufbereitet. Da im Gegensatz zum Original ist hier ein anderes Frontend drin ist mit einem Ringmischer, der mit +17dBm eingespeist wird. Diese Technik wurde Anfang der 1992 in den UKW Berichten veröffentlicht und diese Platine ist bei mir auch drin + schärferes Quarzfilter für SSB. Laut UKW Berichten ist der IMD +30dB. Da der VFO lebt, habe ich ihm noch einen Huff-Puff Stabilisierer gegönnt und der ganze Spaß hat mich 330€ gekostet. Das Gerät ist auf 2m absolut bahnbrechend, trotz dem Alter. Wie man sieht, geht es auch billig, wenn man Glück hat. Man braucht Geduld und schlägt erst dann zu, wenn man ein gutes Angebot findet. Für 10m sollte man auch über die Monobander von MFJ nachdenken. Beim 9410X ist die Empfindlichkeit 0,15uV/10dB S/N auf 10m und erreicht auch das, was man hört mit seinen 20W. Neu etwa 290€. In der letzten Zeit ist geht das auf 10m ganz gut.

Vy 73 de Gerhard

This post has been edited 1 times, last edit by "DC4LO" (Oct 31st 2008, 4:54pm)


DF3KV

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11

Friday, October 31st 2008, 4:28pm

RE: Amateurfunk - ein preiswertes Hobby?

ich mache mir Gedanken, wie man Spass am Afu haben kann. Viele Interessenten sind jung - abgeschreckt wenn sie so ein Shack sehen.

Die ersten 12 Jahre hatte ich nur ein Panzerfunkgerät WS19, 15W auf 40+80m, Antenne Klingeldraht möglichst lang oder Wendelantenne auf Besenstiel. Ab 1975 gebrauchter HW-12, nur 80m. Antennen wie vorher. Ab 1979 Drake Line, ab 1983 erste Richtantenne.

Für einen neuen Transceiver wie den KW Viceroy hätte ich damals 6 Jahresgehälter bezahlen müssen. Heute bekommt man neue Transceiver für 600-700 Euro, gebrauchte für 200 Euro.

73, Peter

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12

Friday, October 31st 2008, 4:56pm

don't panic

Hallo liebe Freunde,
ich mache mir Gedanken, wie man Spass am Afu haben kann. Viele Interessenten sind jung - abgeschreckt wenn sie so ein Shack sehen. "Kann ich mir nie leisten!" Wie kann man unser Hobby schmackhaft machen?


SPRICHT da vielleicht etwas NEID aus deinem Thread....

Da mache ich es mir mal "ganz einfach" mit der Antwort:


Jeder, so viel , wie er will, kann, soll ....
wenn ich Briefmarken sammel, dann kann ich auch OHNE "blaue Maritius" an meinem Hobby Spass haben!

Auch ich habe einmal mit meinem "Equipment" vor über 30 Jahren angefangen. Je nach MEINER Lebenssituation habe ich mein Hobby (AUCH FINANZIELL!!) mal mehr, mal weniger, in diesen Jahren betrieben.

Sei mal Realist:
JEDES Hobby kostet GELD und jeder betreibt sein Hobby, so wie er KANN oder wie er WILL!
Ich hätte auch gerne einen Hilberling gehabt, aber unabhängig davon, dass er nicht mehr gebaut wird, hätte ich das Geld nicht dafür übrig
ODER besser: DAS ist mir mein Hobby NICHT wert.

Ich bin nicht NEIDISCH, auf OM's, die sich solche Geräte kaufen, es sei denn, diese würden die Anschaffung finanzieren, da würden mir ABER die OM's LEID tun .... ;(

cu es 73 de Michael

http://dl3baa.ham-radio-op.net/index.htm
cu es 73 de Michael

http://www.dl3baa.de.vu

13

Friday, October 31st 2008, 5:56pm

Ob das Amateurfunkhobby preiswert ist oder nicht kann jeder selbst bestimmen.

Nimm einen Selbstbau-QRP-Transceiver, ca. 80 bis 100 Euro. Lerne CW = 0 Euro. Nimm 10m Draht = 1 Euro. Nimm eine 6Ah Batterie (was kostet'n sowas, 40 Euro?). Also so alles in allem 150 bis 200 Euro. Geh damit in den Wald wo es wenig Störungen hat und habe den ganzen Tag Spaß mit Antennengebastel und Telegrafie. Gesund isses auch noch.

Klar, den Contest gewinnt man so nicht, aber man will es ja preiswert.

Ach so, CW lernen geht nicht wg. [beliebige Ausrede einsetzen]. Ach so, Selbstbau geht nicht wg. [andere Ausrede einsetzen]. Ja, dann... aber das hat nix mit den Kosten zu tun.

73,
Ekki, DF4OR

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14

Saturday, November 1st 2008, 7:54am

Ob das Amateurfunkhobby preiswert ist oder nicht kann jeder selbst bestimmen.

Nimm einen Selbstbau-QRP-Transceiver, ca. 80 bis 100 Euro. Lerne CW = 0 Euro. Nimm 10m Draht = 1 Euro. Nimm eine 6Ah Batterie (was kostet'n sowas, 40 Euro?). Also so alles in allem 150 bis 200 Euro. Geh damit in den Wald wo es wenig Störungen hat und habe den ganzen Tag Spaß mit Antennengebastel und Telegrafie. Gesund isses auch noch.

Klar, den Contest gewinnt man so nicht, aber man will es ja preiswert.

Ach so, CW lernen geht nicht wg. [beliebige Ausrede einsetzen]. Ach so, Selbstbau geht nicht wg. [andere Ausrede einsetzen]. Ja, dann... aber das hat nix mit den Kosten zu tun.

73,
Ekki, DF4OR
...das haste gut geschrieben - hihi!Trifft "fast" auf mich zu.....aber selbst dann kommt man doch noch günstig weg wenn man ausreichend Geduld und Zeit hat um sich mal nach entsprechendem Equipment umzuschauen. Ich hatte zu meiner Anfangszeit auch das Geld nicht übrig um meinen Wunschtransceiver zu kaufen. Soweit hatte ich mich eben auf ein gebrauchtes Handfunkgerät beschränkt, eine billige X50 bekommen, und so war man ja immerhin schonmal "dabei"...
Als ich dann von einem befreundetem OM zum Einstieg zwei Leihgeräte bekam die ich solange nutzen durfte bis ich selbst was kaufen konnte war ich natürlich seeehr erfreut!
Sicher gibt es viele Möglichkeiten selbst als "Nichtselbstbauer" an Geräte, Antennen und anderweitig benötigten Kleinkram günstig ranzukommen. Im Anfangsthread ging es ja darum wenn derjenige OM beispielsweise Hartz4-Empfänger oder arbeitslos ist und sich ggf. darum das "teure" Hobby nicht leisten kann. Daß man sich bei Mindereinkommen wahrscheinlich keinen Top-Transceiver und sonstiges teure Equipment kaufen kann ist klar - denke aber daß man nicht unbedingt von der Hobbygemeinschaft ausgeschlossen sein muß. Ich selbst muß sagen höre es im QSO sowieso nicht ob meine Gegenstation einen Hilberling oder einen 30 Jahre alten, fünfmal restaurierten Nostalgiekasten betreibt - Hauptsache das Ding geht, der OM kann sein Hobby betreiben und seinen Spaß dran haben.

...aber wie schonmal gesagt - ich bin sicher, daß ein OM der aus irgendeinem Grund plötzlich arbeitslos wird oder finanziellen Engpaß durchstehen muß wahrscheinlich andere Probleme hat als an die Anschaffung eines teuren TRX zu denken..

Mike

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15

Saturday, November 1st 2008, 8:57am

Hallo Walter,

also ich kann nur sagen, daß es im Vergleich zu meiner Anfangszeit 1990 doch schon deutlich preiswerter geworden ist.
Ich war damals gerade 15 und stand vor dem selben Problem. Mit Müh und Not hat man sich das Geld für ein Handfunkgerät(C-520) und eine Antenne(X-510N) zusammengespart. Heute bekommt man für das gleiche Geld weitaus mehr. So tolle All in One Geräte wie z. B. der FT-817, FT-857 gab es damals noch nicht. Sicherlich sind 500,- EURO auch noch viel Geld, aber im Vergleich hat man dafür heute ein Gerät, mit dem man (fast) alles machen kann, wofür man früher gerade mal mit 5W auf 2m und 70cm FM QRV werden konnte.
Eine einfache Drahtantenne mit Balun und Tuner kann man sich sehr preiswert selber bauen, um auch auf KW aktiv zu werden.

Unter 2000DM war damals für Kurzwelle nichts zu haben, und das war auch weit für mich entfernt, aber da ich damals hauptsächlich nur auf 10m Betrieb machen wollte/durfte, reichte dazu eine President Lincoln, die ich mir von einem bekannten OM ausgeliehen hatte, und eine alte CB-Funk Antenne.

Und dann gibt es ja auch immer noch die Klubstationen vieler OV´s, die man natürlich jederzeit benutzen kann, wenn man selbst nichts hat.

Also so schlimm würde ich das nicht sehen, wer Interesse hat, findet auch einen Weg.
Eher erschreckend finde ich, wie teuer inzwischen die Prüfungsgebühren geworden sind. Das gibt mir leider auch den Eindruck, daß dies nur noch ein Hobby für Wohlhabende geworden ist...
Was sind schon die anstehenden Prüfungsgebühren zur Amateurfunklizenz gegenüber den Kosten eines heutigen Führerscheins? Und - ohne Führerschein bist heute teils der Dumme - also fast ein "must-have" was heutzutage ein Jugendlicher/Heranwachsender benötigt und dementsprechend löhnen muß. Anschließend - wenn er nicht die Möglichkeit hat bei Mutti´s Prozenten zu profitieren muß er als Führerscheinanfänger auch noch versicherungstechnisch "bluten".....
...was sind da schon ein paar Euronen für´s Hobby?

Mike

16

Saturday, November 1st 2008, 9:18am

RE: Amateurfunk - ein preiswertes Hobby?

Hallo liebe Freunde,
ich mache mir Gedanken, wie man Spass am Afu haben kann. Viele Interessenten sind jung - abgeschreckt wenn sie so ein Shack sehen. "Kann ich mir nie leisten!" Wie kann man unser Hobby schmackhaft machen? Es gibt OMs, arbeitslos geworden, in Hartz IV gefallen, Zeit vorhanden, kein Geld vorhanden.
Gibt es immer noch die Möglichkeit, unser Hobby ohne erschreckenden/abschreckenden Aufwand zu betreiben?
Sieht jemand die tollen Antennenanlagen auf riesigen Masten, Geräte die mehrere tausend Euro kosten, es entsteht der Eindruck, einer elitären, wohlhaben Klasse von Einzelgängern.
Können wir da Abhilfe schaffen? Wo sind die Beispiele, dass unser Hobby preiswert und einfach sein kann? Gibt es da Projekte?

Beste 73
Walter DD 2 BI ?(

Huch beim Original angefangen....

soso ... du hast also paar Millionen für dein Auto hingelegt...sonst wärest du ja bei der Formel 1 nicht konkurrenzfähig ...
mal ernsthaft ... Ekki hat schon fast alles gesagt, was fehlt ist -
man kann natürlich fehlendes Wissen (Faulheit zu lernen ?) mit Geld kompensieren (Wissen kaufen)
man kann fehlende Zeit (Arbeitshektik..) mit Geld kompensieren (fertig kaufen)

Das Problem ist - man kann selten alles auf einmal haben!
Und es erfordert etwas mehr Wissen, RX oder TX selber zu bauen (als beim Kaufen)..teuer ist es nicht wirklich. 50 Jahre alte Geräte tun es fast immer noch ..auch Weltkriegsgeräte, die können aber kein SSB ...muss man unbedingt (?)...

Und haben die Riesenvorteil, sie sind leichter modifizierbar als Geräte mit Microcontrolern drin (da muss man sich dann auch noch in die Programmierung einwursteln...)

Natürlich bekommst du auf die Art keinen Kiste mit der du " angeben, wie eine Lore Affen..." kannst..und du wirst in den grossen Contesten auch nicht Sieger SOP-High Power ALLbands.

Tjä... aber qrp oder Monoband ... könnte mit den Top Ten im Kontinent klappen ( SOP- LOW- xx m )

...und immer das Neueste zu besitzen, war schon immer ein teures Unterfangen ... egal ob Amateurfunk, Haus, Hof, Garten, Auto..Schnickschnack...
73
Fred
dl5ym

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17

Saturday, November 1st 2008, 3:32pm

Um noch mal auf die Original-Frage zurück zu kommen .....
Gibt es immer noch die Möglichkeit, unser Hobby ohne erschreckenden/abschreckenden Aufwand zu betreiben?
Ja sicherlich gibt es diese Möglichkeiten!

Es kommt halt drauf an wie man einsteigen möchte. Es gibt doch genug günstige gebrauchte Geräte in jeder Klasse. Antennen gibt es ebenfalls, hier muss man natürlich sein persönliches Umfeld beachten. Es muss ja nicht gleich das Non-Plus-Ultra-Gerät und die X-Band-Multi-Super-Antenne neu sein!

Jedes Hobby kostet nun mal Geld, wenn man von Sport in freier Natur absieht (obwohl man da vielleicht auch gescheite Schuhe benötigt). Und die Frage der Gesamtkosten hängt wie immer an der Ausrüstung. Ich kenne Angler die für 100 Euro ihren Spaß haben und andere die lässig 10.000 Euro ausgegeben haben und auch ihren Spaß haben. Der eine fängt vielleicht kleine Fische, der andere vielleicht Große.

Um das auf unser Hobby zu übertragen..... Mit einer kleinen gebrauchten Funkanlage kann man Spaß haben, mit der teuren auch. Nicht jeder hat das Bedürfnis mit 9+60 an jedem Ort dieser Welt ankommen zu wollen. In den Schulprojekten hier wird schon gezeigt das es mit einer kleinen Yagi auf 2m/70cm funktioniert und mit einer G5RV und 5 Watt auf HF (vielleicht in einer Kontestfreien Zeit).

An den Preisen liegt es sicherlich nicht jemand neu für unser Hobby zu begeistern. :rolleyes:
vy 73 Jochen, DG3FBL

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18

Saturday, November 1st 2008, 4:41pm

Hallo

Ich kenne das Problem ganz gut, ich habe meine derzeitige Lizens gemacht da war ich gerade dreizehn.
Ich hatte dann ein Standart c5800 geschenckt bekommen und mit einem Eigenbaudipol angefangen auf 2m :)
Später kam dann ein IC-271H, das war ja dann schon ein riesen schritt.
Als ich dann auf KW durfte habe ich mir sofort einen TS-850 geholt, der ist inzwischen auch so gut wie weg :P

Also ich habe auch klein angefangen, und mit der Zeit merkt man halt einfach wo sein Schwerpunkt in dem Hobby liegt.
und baut dann halt darauf seine Station auf ...

mfg andre do1abw
Contest Knallwach ! Tag Nummer zwei erstmal eine Line Kaffee gezogen :P

ICQ : 414772602

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DG5MM

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19

Saturday, November 1st 2008, 9:14pm

'zusammen,
An den Preisen liegt es sicherlich nicht jemand neu für unser Hobby zu begeistern. :rolleyes:
Soweit erstmal Zustimmung. Allerdings, und das wurde schonmal kurz angerissen, wenn die Neu-Begeisterung bleibt und es tatsächlich an die Prüfung geht, dann sind die Kosten schon nicht zu verachten. Für das, was obligat für Prüfung und Zulassung zum AFuD an die BNetzA zu entrichten ist, könnte man schon ne brauchbare Einstiegsstation zusammenstellen. Und das sind Kosten, die auch durch Selbstbau, Gebrauchtmarkt, etc. nicht wegzudiskutieren sind. Bliebe halt nur Betrieb unter DN-Call bei einem OM/(X)YL, aber für die Dauer ist diese Lösung wohl nix (ist sie ja auch von der Idee her gar nicht für ausgelegt).
Dabei frage ich mich, ich war bei insgesamt zwei Prüfungsterminen 2002 und 2004 bei der Außenstelle Köln, und jedesmal waren wir grob über den Daumen etwa 25 Leute, die insgesamt zwei Mitarbeiter für etwa 3 Stunden gebunden haben. Der dritte anwesende Prüfer wurde meines Wissens als Nicht-BNetzA-Mitarbeiter vorgestellt, also bis auf eine Aufwandsentschädigung vermutlich kostenneutral. Wenn ich nun hochrechne, was alle Prüflinge insgesamt alleine für die Prüfung bezahlt haben, wohin geht das ganze Geld? Warum sind die AFu-Prüfungen angeblich immer noch nicht kostendeckend (Argument bei den letzten Gebührenanpassungen)? Naja, wird off-topic, evtl. Antworten zu genau diesem Thema ggf. in separaten Thread auslagern!

Schönes Restwochenende,
Michael
Der kürzeste Weg ist immer eine Gerade.

Michael · DG5MM/DN5DAN · DOK RØ2/OV Grenzland · JO31CF · Homepage

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20

Sunday, November 2nd 2008, 1:19am

Aber um vielleicht mal was zu den Kosten noch einzubringen.
Ich habe gelesen, das ein Om bemängelt, das jedes Stückchen Koax inzwischen auf eBay angeboten wird.
Das ist mir auch aufgefallen. Wie so viele andere baue ich an meiner Station permanent rum und da bleiben immer irgendwelche Sachen "übrig".

Wenn ich die noch bei eBay verhöckern wöllte .. wo käme ich dennn da hin ???

Also ich mach es so: Wenn genug zusammen ist, alles in eine Kiste, beim OV-Abend mitgenommen und verteilt oder gleich einer Schulstation zugeschickt, die es benötigt.

Ich verkaufe auch in der Bucht, das will ich nicht abstreiten, ich habe mir einen SB-100 gekauft und dann zu Hause festgestellt, das ich das Projekt so nicht realisieren konnte. Das Gerät hatte gerade ein QSO drauf und ich bin es dann für 40 % billiger "wieder los geworden". (Ekki, ich brauch doch nochmal nen Tip, es muss QRO fest sein, war das andere nicht)

Aber was ich damit sagen wollte, wenn nur 10% aller Funkamateure das Gesäss besitzen würden und über ihren Schatten springen würden was die "Versorgung" von Newcomern mit Hardware angeht, dann wäre das Hobby sicher preislich auch wieder im Rahmen.

Das es nicht unbedingt wahnsinnig teuer sein muss habe ich bereits oben aufgelistet.

73, Ronny

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