Hallo Arne,
eine G5RV ist eine gute Lösung, speziell wenn Du genügend Platz hast.
Der Aufbau ist einfach und kostengünstig zu realisieren. Der Dipolteil und der Feeder kann aus einem Stück Litze gefertigt werden.
Da es sich um eine symetrische Antenne handelt und eine Feederleitung hat, kannst Du den Antennentuner direkt ins Shack stellen und manuell bedienen.
Der Antennentuner sollte jedoch eine symetrische Ausführung sein. Für bis 100W Leistung genügen 2 Drehko's (je Drehko 2*500pF, parallel) in Metallausführung, welche früher in Rundfunkempfängern verwendet wurden, jedoch keine kleinen Plastikausführungen (da gibt es schnell einen Kurzschluss bei mehr als 5-10Watt). Als Induktivität kann man Keramikspulen (Bezug Funkamateur, Berlin unter 5€, Induktivität ca 10uH) verwenden. Mit entsprechenden Anzapfungen über einen etwas kräftigen Schalter (1*12) findet man für die KW-Bänder schön niedrige Anpassung.
Den Tuner habe ich als pi-Filter (die beiden C gegen Masse und ein L zwischen die beiden C) aufgebaut.
An das antennenseitige C werden die beiden Bananenbuchsen gelötet.
An das TRX-seitige C habe ich einen Strombalun (nicht als Übertrager, sondern Eingang und Ausgang sind ohmisch durchlässig, 2 Drähte verdrillt auf Ringkern). Dieses Symetrierglied ist für Z=50 Ohm ausgelegt und wird auf der TRX-Seite (unsym) nur in dem Bereich belastet, für den er auch dimensioniert wurde. Am anderen Ende wird der TRX über ein SWR-Meter angeschlossen.
Wenn der Balun antennenseitig eingesetzt wird, besteht immer die Gefahr, dass er die kap. und induktiven Blindanteile der Antenne mit übertragen muss, sowie die wechselnden Antennenwirkwiderstände, wofür er nie berechnet wurde.
Dies ist bei dieser Lösung hier ausgeschlossen.
Alle Komponenten werden in ein Kunststoffgehäuse eingebaut. Dies stellt sicher, dass die Masseteile der Drehko's isoliert gegen Masse betrieben werden (Befestigung mit Kunststoffschrauben).
Nur auf der 50 Ohm Seite Buchse zum TRX kann man einen Erdanschluss vorsehen.
Mit diesem Tuner konnte ich ohne Probleme alle Bänder von 80-10m arbeiten. Die Antenne war ein Dipol mit 2*13.5m und die Zuleitung erfolgte mit 10m 300 Ohm Bandleitung.
Für 160m sollte die Induktivität etwas erhöht werden, u.U. Zusatzspule.
73
Gerald / DL3KGS