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25A-Sicherungen entfernen?

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1

Tuesday, December 30th 2003, 1:28pm

25A-Sicherungen entfernen?

Hello,

bei den meisten KW-Geräten (z.B. Kenwood) ist in der Stromversorgungsleitung eine bzw. zwei 25 A-Sicherungen. Klar, das bei einem Strom von z.B. 20 Ampere durchaus ein halbes Volt an dieser Sicherung abfällt, was nicht wünschenswert ist.

Mein Gedanke: Sicherungen entfernen?!

Diese Sicherungen haben meines Erachtens nur bei Mobilbetrieb (wegen Kabelbrand z.B. bei abgewetztem Kabel) einen Sinn.
Bei stationärem Betrieb z.B. an einem Schaltnetzteil welches nur 22 A maximal liefert und bei dem bei 22 Ampere die Kurzschlußsicherung anspricht, würden ja in einem Fehlerfall des Gerätes die Sicherungen garnicht durchbrennen! Warum also diese in einem solchen Fall unsinnigen Sicherungen nicht ganz entfernen um wenigstens den Spannungsabfall zu verringern?

Was sagt ihr dazu?

73 Jeff

DO1YAO

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2

Tuesday, December 30th 2003, 2:27pm

Und wenn Dein Netzteil platt geht (z.B. Gleichpannungsrichter!) kommen statt 13,8 V satte 24 V auf den Transceiver. Wenn dann keine Sicherung dazwischen ist, freut sich Dein Dealer über einen neuen Auftrag von Dir ... :D

Sicherlich wird er ganz schelmisch während des Rechnungtipperns breit grinsen ... :laugh:

Im Ernst, lass die dazwischen, die Hersteller haben sich dabei schon was gedacht ...
... aus dem Winterschlaf erwacht, weiter mit Frühjahrsmüdigkeit hinein ins Sommerloch um dann mit Herbstdepressionen dem Winterschlaf entgegenzufiebern.

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3

Tuesday, December 30th 2003, 2:40pm

Also hier mein Schaltnetzteil ist gegen Überspannung geschützt, außerdem helfen dagegen auch die 25 A-Sicherungen nix :-)
Ich denke, es gibt bei stationärem Betrieb keinen plausiblen und technisch erklärbaren Grund für diese Sicherungen da es keinen Fall gibt, wo diese tatsächlich das Gerät schützen. Das wäre ja nur der Fall, wenn der Strom größer als 25 Ampere wird. Wenn aber das Netzteil diese nicht liefern KANN, kann ein solcher Fall niemals eintreten. Geht meinetwegen die Endstufe kaputt (Kurzschluß) spricht ja die Kurzschlußsicherung des Netzteils an. Selbst wenn diese nicht ansprechen würde, wäre es der Maximalstrom des Netzteils, in diesem Fall 22 Ampere. Selbst wenn man ein analoges Netzteil hätte und aufgrund eines Defektes plötzlich meinetwegen 24 Volt rauskämen, was würde passieren? Mein Kenwood würde sich selbst ausschalten weil er Überspannung erkennt.

Tja...ich suche immer noch nach dem Sinn dieser Sicherungen bei stationärem Betrieb.

73 Jeff

PS: Bei Mobilbetrieb machen die natürlich Sinn

DO1YAO

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4

Tuesday, December 30th 2003, 2:49pm

Öhem ... *räusper* ... Jo, bei Überspannung nützen die Dinger tatsächlich auch nix ... 8o

Tjo, dann würd ich sagen, das Deine Ansicht korrekt ist und dem Einsatz eines Seitenschneiders, Lötkolbens und Schrumpfschlauch nix im Wege steht.

Ehrlich gesagt, habe ich mir bisher keine Gedanken darum gemacht, ob ich die Sicherungen entfernen sollte oder nicht, habs einfach so belassen.

Aber das die Sicherungen nur für ein eventuelles verpolen da sind ...?
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5

Tuesday, December 30th 2003, 2:58pm

Nachtrag:

Wenn man sich die Kabel mal anschaut, bemerkt man, daß die Sicherungen im Kabel nicht dicht in der Nähe des Geräte eingebracht sind sondern am anderen Ende, also quasi dicht an der Batterie (Autobatterie). Meines Erachtens haben die Sicherungen nur den Sinn, die Autobatterie bzw. das Auto zu schützen, wenn die Kabel z.B. durch Einklemmen einen Kurzschluß verursachen. Die Autobatterie liefert ohne Probleme mehr als 25 Ampere und die Sicherungen gehen kaputt und verhindern einen Kabelbrand.

Bei stationärem Betrieb ist es allerdings der durch das lange Kabel und den Widerstand der Sicherungen und deren Halter) verursachte Spannungsabfall nicht unerheblich. Bei einem Strom von 20 Ampere kann das ganz schnell mal 1 Volt oder mehr sein (2 Sicherungen insgesamt) und die Endstufen laufen halt bei 14 Volt besser als bei nur 10 oder 11 Volt (deshalb schalten die meisten Geräte auch unter 11 Volt gleich ganz ab).

Aber vielleicht gibt es doch noch einen Grund?
Mal sehen.....vielleicht hat noch jemand eine Idee :-)

Guten Rutsch wünsche ich schonmal vorweg allseits!

6

Tuesday, December 30th 2003, 4:11pm

Hallo, also ich kann nur aus Erfahrung vom IC-706 sprechen, weil der der einzige Hochstrom-Transceiver ist den ich hier fahre. Bei mir sitzen auch zwei Sicherungen in der Anschlussleitung, allerdings kurz vorm EMI-Filter, also rund ca. 50 cm vom Transceiver entfernt.
Über den Sinn einer Sollbruchstelle in der Rückleitung hab ich mich echt gefragt, was bei 13,8 V noch harmlos ist, wäre bei Netzinstallation verboten: Im Schadenfall, würde die volle Netzspanung am Gehäuse liegen!

Nun ich denke, die meisten Transceiver, die heutzutage verkauft werden, sind für dne Mobilbetrieb ausgelegt und dann werden halt solche Sicherungen eingebaut. Für den stationären Betrieb soll man sich dann bitte schön vom Hersteller auch noch ein stationäres Netzteil zulegen, mit entsprechendem Kabel.
Übrigens, habe ich festgestellt, dass mein IC-706 selbst bei 100 W output (jedenfalls in der höchsten Stufe) an ner Dummy-Load nie mehr als 18 A gezogen hat. Die Stromangabe mit 22 A ist also nur überdimensioniert. Auch denke ich, wenn man die Eingangsspannung, um dieses 1 V verringert, sich die Ausgangsleistung nur geringfügig verändert, vielleicht so 3 bis 5 W. Und was macht das schon in dB?
Aber interessant wäre es alle mal, mal nachzumessen, wie viel Spannung tatsächlich an den Sicherungen abfällt und wie viel an der ganzen Anschlussleitung, was also der Transceiver von seinen gewollten 13,8 V sieht.
Wenn man echt mit großen Verlusten auf der Leitung zu kämpfen hat, dann bieten die etwas besseren Schaltnetzteile eine Sense-Leitung, bei der die Spannung direkt am Gerät gemessen wird und damit das Netzteil bisschen mehr Spannung erzeugt um den Spannungsabfall auf der Leitung wieder gut zu machen.

Wie sieht das eigentlich bei "richtigen" Stationstransceiver aus, vielleicht kann mal einer was dazu berichten.

Guten Rutsch, Marek
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DH0LS

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7

Friday, January 30th 2004, 10:44pm

Sicherung notwendig...

bei Verpolung liefern die meisten Netzteile kurzzeitig wesentlich mehr wie ihre Maximal-Stromstärke.

Die Verpolschutzdiode "kommt" sofort und die Sicherung (es sollte eine "flinke" sein) ist dann das
einzige, was durchbrennt.

Die meisten Sicherungshalter sind aber echter
Schrott, weil die Übergangswiderstände viel zu hoch
sind. (einfache Maßname: Sicherung oder Kabel
anlöten).

Die Sicherung sollte natürlich etwa an die Maximalstromstärke des Transceivers angepasst werden.

73 de Jens dh0ls

PS.: eine externe Verpolschutzdiode (eine richtig dicke...) ist gerade für Fieldday- und Konteststationen
eine gute Sache.

8

Saturday, January 31st 2004, 9:42am

stimmt

Das stimmt natürlich,
trifft aber nur denjenigen der einen Transceiver
ständig woanders betreibt und vielleicht nicht
aufpasst.
Ich habe jetzt gemessen. Die Sicherungen "klauen" bei meinem TS480 bei Volllast (knapp 38 A) ca. 1 Volt! Ich habe jetzt alle 4 Sicherungen entfernt.
Momentan baue ich ein 50A-Netzteil. Dort wird ein entsprechender Überstrom- und Überspannungsschutz vorgesehen. Damit sind die Kabelsicherungen endgültig sinnlos.

73 de Jeff

do3vw

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9

Saturday, January 31st 2004, 10:26am

RE: stimmt

Hey Jeff,

hättest Du Interesse daran, die Schaltung für das 50A Netzteil zu veröffentlichen ?

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10

Tuesday, February 3rd 2004, 4:49pm

Um den Sinn einer solchen Sicherung zu erkennen sollte man sich nicht ausgerechnet den Spezialfall betrachten, den ein kurzschlussfestes und strombegrenztes Netzteil bietet. Eine 25 A Sicherung ist eben mal groß und dafür gibt's in den Minikisten keinen Platz. Sollte also im Gerät ein defekt auftauchen, muss der Strom durch diese externe Sicherung gekappt werden. Wenn ich dran denke, was in Amateurkreisen als Stromversorgung herangezogen wird, dann kann man sich nur glücklich schätzen, wenn man entweder ein so gutes Netzteil hat oder eine Sicherung, wenn man auf dem Fieldday in der Hektik einen Fehler gemacht hat - an der Autobatterie selbstverständlich, die auch mal 200 A liefert....

73 Uli, DK4SX

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11

Wednesday, February 4th 2004, 11:02am

Was ich noch sagen wollte: Ein 50 A-Netzteil ist eine tolle Sache und bietet jede Menge Power für die unglaublichsten Anwendungen. Eine Strombegrenzung ist aber (für den Verbraucher) nur sinnvoll, wenn sie einstellbar ist! Strombegrenzung bei 50 A schützt nur das Netzteil; Begrenzung bei 22..25 A schützt nur die Endstufe eines 100 W-12 V-Senders. 22 A sind aber für den Schutz einer Platine viel zuviel - da ist bereits ein Bruchteil davon in der Lage, aber auch alles abrauchen zu lassen. Also - das ist wie bei allen Anwendungen im Elektronikbereich (und anderen): wenn man aufpasst, passiert nichts. Aber schließlich sind die Schutzeinrichtungen ja alle für den Fall gebaut, dass man mal unachtsam ist. Das gilt erst recht für die Strombergrenzung eines so gewaltigen Netzteils (siehe Autobatterie!).

73 Uli, DK4SX

12

Sunday, June 25th 2006, 8:54pm

RE: 25A-Sicherungen entfernen?

Hallo Dr OM

Zu Deinem Problem. Mache es doch so, daß du beim Senden die Spannung an deinem Gerät mißt und das Netztei etwas veränderst.
dann soltest du die Line nicht mehr verändern.
Macht was aus und geht gut.
Gruß Rolf
Rolf
DK1DN
http://www.hellbeck.net

DF5LR

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13

Monday, June 26th 2006, 9:37am

RE: 25A-Sicherungen entfernen?

Grundsätzlich ist es ja so,das die 1 Volt Spannungsabfall keinen Einfluss auf den Betrieb des Transceivers haben.Das ist mit Sicherheit schon bei der Dimensionierung des Gerätes und des Zuleitungskabels vom Hersteller berücksichtigt.Ausserdem: Es wird noch soviel im Gerät selber stabilisiert,gefilter,etc Darüber würde ich mir also keine Sorgen machen.Wenn der Wert unterhalb einer gewissen Spannung fällt(bzw bei schwächer werdenden Akku) schaltet das Gerät sowieso ab...
Ich würde die Sicherungen auch auf keinen Fall abzwacken,könnten doch ganz nützlich sein bei Fielddays wenn man die Versorgungsspannung bei diversen Spannungsquellen wie Autobatterie ,Akku abgreift.
Verpolt ist auch gleich mal passiert...

Zur Info: Nutze ein Alinco DM330 MVE Schaltnetzteil (30Amp Dauerlast und selber abgesichert wie Fort Knox)
an einer FT-897 (max 22 A bei 100 Watt)
Kann ich nur empfehlen, da auch noch klein und handlich gegenüber
anderen Netzteilen die bei gleicher Leistung locker das doppelte wiegen....
VY 73
Andy

This post has been edited 2 times, last edit by "DF5LR" (Jun 26th 2006, 9:49am)


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