You are not logged in.

160m TOT ??????

Bitte melde uns mit der "Melden"-Funktion jeden aktuellen Beitrag, wenn dieser Deiner Ansicht nach inhaltlich teilweise oder ganz die Thematik des Beitrages vom Themenstarters verfehlt!

1

Monday, August 21st 2006, 8:58pm

160m TOT ??????

?(
Hallo liebe OM.s .......
Da ich auf meinen Dach einen Dipol von 2X20m zu hängen habe und die KW für uns DO.ler komm , dachte ich mir mal auf 160m reinzuhören..
Da ich eine SEG 100 benutze stimmt sie ab auf dieser Freqenz ..
Auf 80m ist alles OK aber auf 160m höre ich ganz leise 1,911 MHz nur Russische OM,s ...
Die Antenne bekommt meine SEG angepasst ... :]
Meine Frage ist ,ist 160m TOT ?????
Was ist die Anruffreqenz für 160m ????

Danke im Voraus 73&55 von DO1ZHL

2

Monday, August 21st 2006, 9:41pm

RE: 160m TOT ??????

Moin OM ohne Name,
wenn Du die US-OST-Küste hören möchtest, stelle den Wecker auf 2--4 Uhr morgens und staune....
Nun ja, bei Nachtbändern ist immer die Nacht dazwischen...
Bei Tagbändern eben der Tag auf der Übertragungsstecke.
Dieses Thema wurde bereits hier im Forum diskutiert (Ausbreitung).

73, Gerhard 8)

Posts: 153

Occupation: Systemadministrator

  • Send private message

3

Tuesday, August 22nd 2006, 10:13am

Hallo lieber OM DO1ZHL


Hier ein Auszug aus dem Prüfungsvorbereitungsbuch für Klasse A.
(Man möge mich bitte nicht dafür knebeln :-) )

=======

Das 160-m-Band hat Mittelwellencharakter. Eine nahe der Erdoberfläche liegende D-Schicht dämpft die Raumwellen am Ta-ge.
Deswegen nur sehr geringe Reichweite am Tage.
Nach Sonnenuntergang verschwindet die D-Schicht und es findet eine Reflexion im unteren Bereich der F-Schicht statt. Dadurch werden dann Reichweiten von mehre-ren 1000 km möglich. Am besten sind die Bedingungen morgens vor Sonnenaufgang.


Während der Tagesstunden können im 80-m-Band nur relativ geringe Reichweiten erzielt werden, da die D-Schicht stark dämpfend wirkt. Im Winter und zu Zeiten des Sonnenfleckenminimums sind die Ta-gesreichweiten größer. In diesen Zeiten aber bieten sich in den Nachtstunden besonders vor Sonnenaufgang ausgezeichnete DX-Möglichkeiten (DX = Verbindung über sehr weite Entfernungen).

Die dabei auftretende „Tote Zone“ von etwa 1000 km Sprungentfernung (Skip) bewirkt, dass die sonst sehr starken Europa-stationen den Empfang der relativ schwa-chen DX-Stationen nicht oder nur wenig stören können. Vereinfacht gesagt ist aber das 80-m-Band das typische Band für den Funkverkehr innerhalb des eigenen Landes.

Die Tages-D-Schicht bewirkt auch im 40-m-Band noch eine gewisse Dämpfung. Man erreicht aber auch tagsüber Entfernun-gen in der Größenordnung von 1000 Kilo-metern. Besonders zu Zeiten des Sonnenfle-ckenminimums bestehen oft ab den späten Nachmittagsstunden interkontinentale Ver-bindungsmöglichkeiten, die aber wegen störender Signale der Nahstationen nur selten genutzt werden können.

Nachts - insbesondere während der Wintermonate - vergrößert sich der Skip, so dass Europa dann in der Toten Zone liegt. Dann sind störungsfreie Interkontinental-Verbindungen möglich, wenn der gesamte Aus-breitungspfad innerhalb der Dunkelzone liegt, da dort die absorbierende D-Schicht fehlt. Zusammenfassend wird das 40-m-Band als typisches Europaband bezeichnet.

Ähnlich verhält sich das 30-m-Band: Europaband am Tage, in den Sommermonaten und in den sonnenfleckenarmen Zeiten. Aber interkontinentaler Funkverkehr ist in den anderen Zeiten möglich.

Das 20-m-Band stellt das traditionelle DX-Band dar. Fast zu allen Zeiten (außer bei „Short Skip“ durch E-Schicht im Som-mer) lässt sich dieses Band tags und nachts für den Funkverkehr mit anderen Kontinen-ten nutzen. Lediglich in den Zeiten des Sonnenfleckenminimums ist das Band nur tagsüber und in den Dämmerungsperioden „offen“. Nachts ist das Band dann „tot“.

Die Ausbreitungsbedingungen im 15-m-Band und im 17-m-Band sind stark vom Sonnentätigkeitszyklus abhängig. Während des Sonnenfleckenmaximums sind diese Bänder fast durchgehend für den DX-Funkverkehr geöffnet. Dabei können wegen der geringen Dämpfung mit geringen Strah-lungsleistungen sehr große Entfernungen überbrückt werden.

Zu Zeiten des Sonnenfleckenminimums sind diese hochfrequenten Bänder bestenfalls in den Sommermonaten tagsüber und meist nur kurzzeitig brauchbar, in den Win-termonaten ganztägig tot. Gelegentlich können Reflexionen an der sporadischen E-Schicht auftreten. Es sind dann auch hier Short-Skip-Verbindungen über Entfernun-gen bis 2000 km möglich.

Die beiden obersten Kurzwellenbänder 12-m- und 10-m-Band sind nur in Zeiten starker Sonnenaktivität für Verbindungen über Raumwellenreflexion brauchbar. Es bestehen dann während der Tagesstunden hervorragende DX-Möglichkeiten. Wegen der sehr geringen Dämpfung können selbst mit sehr kleinen Leistungen, zum Beispiel mit einem Watt, Weitverbindungen herge-stellt werden.

Die Abhängigkeit von der Sonnentätigkeit ist extrem. Zu den Zeiten des Sonnen-fleckenminimums fallen diese Bänder für Fernverbindungen völlig aus. Lediglich durch Reflexionen an der sporadischen E-Schicht bestehen in den Sommermonaten gelegentlich Verbindungsmöglichkeiten über mittlere Entfernungen (Short Skip).

Gray line DX: Besonders große Reichweiten auf den Kurzwellenbändern gibt es im Bereich der Dämmerungszone, also in dem schmalen Streifen auf der Erde zwischen Dunkelheit und Sonnenaufgang beziehungsweise zwischen Abenddämmerung und Dunkelheit der Nacht.


=====

ich habe auch erst seit Feb. 2006 die Klasse A und würde dir das Buch zur Klasse A empfehlen und die Kenntnisse für KW anzueignen - auch wenn du die Prüfung nicht machen willst.

Ich habe A gemacht und bin trotzdem ein total unerfahrener Anfänger und habe so meine Probleme - man möge mir auf dem Band verzeihen :-)))

73 de DK3MFA
Alfons

Posts: 1,313

Location: gut gegroundet

  • Send private message

4

Tuesday, August 22nd 2006, 11:33am

RE: 160m TOT ??????

Quoted

Was ist die Anruffreqenz für 160m ????


kanal 9 oder 1 ?

nein, spass beiseite. dort gibts nicht mal ein richtiges zentrum der aktivitaet wie vielleicht noch um 28.500 ect.
freie qrg suchen und einfach rufen. ohne richtige antenne derzeit aber evtl. eine geduldsprobe.....
73s dh1tt - oliver/bavaria

DX begins at the noisefloor!
Suck it and see!


Zu fragen mag eine momentane Schande sein,
aber nicht zu fragen und unwissend zu bleiben
ist eine Schande fürs Leben!!

dl7ahw

Unregistered

5

Tuesday, August 22nd 2006, 5:03pm

160m

8) Also bei 20 Meter Antennendraht pro Seite ist der Wirkungsgrad unter 10% also wenn Du auf 160 was hören möchtest, dann nur mit einem rauschfreien super Vorverstärker mit 10-20 dB Verstärkung.

Schau Dir mal meine Charts auf meiner Homepage an:

http:/www.people.freenet.de/dl7ahw/Antennenlaenge.html

73 de DL7AHW


Arthur

6

Tuesday, August 22nd 2006, 7:34pm

RE: 160m

Quoted

Original von dl7ahw
8) Also bei 20 Meter Antennendraht pro Seite ist der Wirkungsgrad unter 10% also wenn Du auf 160 was hören möchtest, dann nur mit einem rauschfreien super Vorverstärker mit 10-20 dB Verstärkung.

73 de DL7AHW


Arthur


Na ja, ganz so ist es ja nun auch nicht ! Ich benutze auf 160m auch nur meine einzige KW-Antenne > eine R7 vertical. Die ist sogar weniger als 8m lang und man kann damit auch fast ganz Europa hören (und sogar manchmal arbeiten wenn man mit Tuner "zwangsvergewaltigt" !), aber natürlich erst wenn es draussen dunkel ist. Siehe oben Ausbreitungsbedingungen.
Und ich kenne OMs, die haben mit einer via Antennenanpassgerät angematchten FD4 (hat auch nur ca. 40m Gesamtlänge !) weit über 100 DXCC-Länder gearbeitet auf dem 160m Band.
Will sagen, 2mal 20m Antennendraht ist so schlecht schon nicht für den Empfang auf 160m..
Evtl ist die SEG ja taub bzw. geschädigt auf dem Band ...

This post has been edited 1 times, last edit by "DL5MG" (Aug 22nd 2006, 7:35pm)


Posts: 1,313

Location: gut gegroundet

  • Send private message

7

Wednesday, August 23rd 2006, 1:17pm

Quoted

Also bei 20 Meter Antennendraht pro Seite ist der Wirkungsgrad unter 10%

arthur, wie kommst du auf 10%?? bitte erklaer!
mir sind aus der literatur andere verlustgroessen bekannt und auch in der praxis habe ich nie das gefuehl gehabt das nur noch 10% wirkungsgrad uebrig bleiben.
bei verkuerzung eines L1/2 dipols um 50% ergibt sich ein zu erwartender verlust von 1-1,5db. also beinah vernachlaessigbar. darunter erst gehts ganz steil berg ab.

ich unterstelle das die haelfte der aktiven auf 160m mit 2x20m symetrisch unterwegs sind. ein weiterer grosser teil versucht es mit endgespeissten draehten oder trapdipole. alle nicht die leisesten... die paar mit hoch aufgehaengten fullsizedipolen sowieso nicht.
bei den antennengeschaedigten trennt sich dann freilich schon die spreu vom weizen.
73s dh1tt - oliver/bavaria

DX begins at the noisefloor!
Suck it and see!


Zu fragen mag eine momentane Schande sein,
aber nicht zu fragen und unwissend zu bleiben
ist eine Schande fürs Leben!!

dl7ahw

Unregistered

8

Wednesday, August 23rd 2006, 4:00pm

:O Jaja Oliver, Du willst meinem Gedankengang folgen, das finde ich sehr gut hi hi. Also ich bin davon ausgegangen dass unser lieber d01zhl nach seinen Schilderungen ein RG-58 Koaxkabel mit zwei mal 20 Meter Draht irgendwo aufgehangen hat, das ganze an seinen TRX SEG 100, der ja nur PL-Anschlüsse hat, das gesamte ja auf 80 Meterband gut spielt und dann mal auf 160 umgeschaltet hat, mit der eingebauten Matchbox Anpassung das Kabel plus Antenne auf 160 m in Resonanzgebracht hat und sich wundert, dass er nichts empfängt.....?! Genau dieses Szenarium schwebte mir vor und damit ist auch auf 160 Meter nicht mehr als 10% zu hören!!
=) Selbstverständlich kann jeder mit entsprechnder Anpassung auch mit 2 mal 10 Meter wunderbar auf 160 Meterband funken, aber das bedarf ganz anderer extreme Verhältnisse. Zum einen eine Paralleldrahtspeisung vernünftiger Länge und mit Koppler, um den gesamten Energiepack auf die Antenne zu transferieren. Die Aufbauhöhe ist auch nicht uninteressant, aber grösser 8 Meter sollte das schon sein. Sicherlich sind dann auch sehr gute QSO's zu erreichen aber nur so...! Alles andere ist Murks. Ich betreibe auf dem Dach auch einen verkürzten Dipol mit 50 Ohm-Speisung und höre Stationen zur entsprechender Zeit auf 160 Meter aber WIE???!! Es geht so nicht!

8) Alles Antworten beschreiben ja genau das, was ich eben von mir gegeben habe. Meine erste und letzte Antenne für 160 Meterband hatte nur eine Länge von 25cm als kapazitive Antenne mit einer grossen Resonanzspule und kapazitiver Speisung. Immerhin auf Anhieb 5/7 aus München auf 1.888 Mhz. Auch das geht hervorragend. Aber DIE RICHTIGE ANPASSUNG MUSS SEIN, um die gesamte Energie abzugeben.
Da ich an dem 160 Meterband nicht so sehr interessiert bin, habe ich keine weiteren Antennen dafür entwickelt, aber vielleicht mache ich das mal im Winter und stelle sie dann hier vor, falls so etwas von allgemeinem Interesse sein sollte. Vorab kann natürlich jeder sich mal so eine sehr kleine Antenne auf meiner Homepage berechnen. Sollte dazu aber einen grösseren Strahler nahmen, um nicht soviel Spule wickeln zu müssen hi hi hi. So ein Gurkeneinem 30 mal 40 cm stelle ich mir vor als Strahler, die Fläche müsste gross genug sein, dann einen vernünftigen Spulenträger und ein kapazitives Gegengewicht. gebildet aus Koaxkabel und diskrter parallelgeschalteter Fusspunktkapazität an der Antenne. Mantelwellensperren sind kein Thema mehr, da ich Ringkerne benutze, die nicht mehr als 20/25 Cent kosten.

73 de DL7AHW

Arthur

9

Wednesday, August 23rd 2006, 8:44pm

Hallo zusammen,
da der OM auch gleichzeitg in anderen Foren angefragt hatte, sehe ich derzeit wenig Chancen, ihm zu helfen, wenn er sich nicht meldet.

Vy 73 de Gerhard

Rate this thread



Du bist nicht angemeldet. | Login | Register | Lost password