Quelle:
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Breitband-Internet ohne DSL-Anschluss
http://www.teltarif.de/breitband-ohne-dsl
Internet aus der Steckdose
Wer bei den Verfügbarkeitsprüfungen der alternativen Anbieter leer ausgeht, sollte sich überlegen, selbst aktiv werden. Bürgerinitiativen können auf professionelle Hilfe zählen: "Wir wollen Kooperationen zwischen den großen Netzbetreibern und kleinen regionalen Anbietern schaffen, Kommunen können uns gerne ansprechen", sagt Sven Karge vom Verband der deutschen Internetwirtschaft (eco) in Köln. So könne unter anderem auch Internet über die Steckdose - vor einigen Jahren unter der Bezeichnung Powerline groß angekündigt - realisiert werden. Leider ist es jedoch so, dass ausgerechnet die großen Energieversorger das Internet über die Steckdose nicht anbieten.
Dabei liegen die Vorteile von Powerline auf der Hand: Das Stromnetz ist ohnehin vorhanden und gut ausgebaut, es reicht bis in alle Haushalte und ist dort überall verfügbar, wo es eine Steckdose gibt. Allerdings stellte es sich als technisch sehr anspruchsvoll heraus, einen hochfrequenten Datenkanal in die niederfrequente Stromleitung zu bringen. Während die Elektrizität mit der Frequenz von 50 Hz durch die Kupferadern fließt, benötigt die Datenübertragung mit Powerline wesentlich höhere Trägerfrequenzen im Megahertz-Bereich. Das bringt aber den unangenehmen Nebeneffekt mit sich, dass die Stromleitungen dann andere Funkdienste - etwa Polizei-, Militär- und Amateurfunk - stören können. Daher gab die Regulierungsbehörde - heute Bundesnetzagentur - so strenge Nutzungsbestimmungen heraus, dass die meisten potentiellen Anbieter, eben die großen Energieversorger, ihr Interesse verloren.
Powerline-Angebote
Doppelnutzung für Steckdosen
Internet via Powerline-Zugang gibt es in Deutschland daher nur an wenigen Orten. Dazu gehören Dresden, Ellwangen, Hameln, Haßfurt und Mannheim. Spitzenreiter in Sachen Powerline ist die Tochter MAnet des Mannheimer Energieversorger MVV Energie AG. Unter dem Produktnamen Vype bietet sie seit Juli 2001 Powerline an. Die Preise bewegen sich zwischen 14,90 Euro monatlich für den reinen Powerline-Zugang, bei dem jedes Megabyte Datenvolumen mit 3,3 Cent berechnet wird und einem 6 GB-Paket, das 39,90 Euro kostet. Bei den Stadtwerken Haßfurth kostet der Basiszugang 14,95 Euro monatlich, darin sind 150 MB Übertragunsvolumen enthalten. Jedes weitere MB Datenvolumen wird mit 2 Cent berechnet. Das 5 GB-Paket kostet bei diesem Anbieter 22,95 Euro. Das größte Paket im Angebot enthält 25 GB Datenvolumen und ist für 29,95 Euro pro Monat erhältlich. Wie man sieht, sind die Angebot je nach Anbieter im Preis sehr unterschiedlich - und, was eigentlich noch trauriger ist: Der Powerline-Zugang ist kaum verbreitet, obwohl es so viele Steckdosen gibt."