Hallo Leute,
bis zur Ham-Radio 2004 war ich DO´ler. :]
Mittlerweile habe ich zur Klasse A aufgestockt. Dies hat mich in Summe in etwa die Zeit gekostet, die mein Aufstocken vom Pkw zum LKW - Führerschein gekostet hat. Finanztechnisch war es allerdings günstiger meine AFu-Klasse aufzustocken.
Von Beruf bin ich Mechaniker, habe mit Funk-Elektronik nichts oder nur wenig am Hut.
Ein Freund von mir hat die Fischerprüfung gemacht - ein anderes Hobby. Er hat ebenfalls eine Menge Zeit aufgebracht. Ein anderer ist Jäger, 2 1/2Jahre Ausbildung, eine Menge Geld dafür, eine sauschwere Prüfung und was darf er ??
Da sind wir noch gut dran...
Ich denke, das Lenren für die Klasse 2 war ein vertretbarer Aufwand für die Möglichkeiten, die ich jetzt habe.
Und dann reden wir mal über die jetzigen Befugnisse der Klasse E. 10 W EIRP :-)) Ich kenne einen, der sich daran hielt - und viele die glauben, dass sie sich daran halten.
Beispiel: Erst vor kurzem, ich war mobil unterwegs- erzählt mir ein DO´ler voll stolz von seiner neuen Antenne, einer 10 Element-Yagi, gebaut nach den Angaben in einem alten Rothammel. Er ist voll überzeugt, seine 10 W EIRP einzuhalten bei einer Eingangsleitung von 5W! Zur Info, ich habe nachgelesen: Gewinn 12,5dB..
Wenn ich meine QLS-Karten so ansehe, ist er bei weitem nicht der einzige...
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Das Argument, dass sich mit erweiterten Rechten plötzlich die Zukunft des Amateurfunks in neuem Licht darstellt - mehr Aktive- halte ich für mehr als blauäugig. Deswegen werden wir keine nennenswerten Mengen an Interessenten hinter dem Ofen hervorhocken.
Beispiel: Auf dem 11m-Band darf jeder. Man kauft sich ein Funkgerät, SWR-Meter, Leitungen und die passende Antenne. Dann baut man auf und ist qrv. Überlegt mal - Was hat denn die Erweiterung des CB-Funks auf 80 Kanäle, die Zulassung von Packet-Radio und SSB dem CB-Funk gebracht? Sind die 80 Kanäle jetzt voll von Funkern ? Beileibe nicht!! Das Argument zieht meines Erachtens nicht.
Was brauchen wir also ? Eine vernünftige Nachwuchsarbeit, Aktionen an der Öffentlichkeit, Beteiligung an Ferienprogrammen ect.. Wenn dies geschieht, haben wir auch Nachwuchs...
Dann seht euch mal die Jugend-Werbung des DARC an... Stil der 70er und 80er Jahre!!
Was brauchen wir noch? Eine Veränderung in unserer Vertretung! Eine Basisdemokratie im DARC! Was haben wir? Ein Wahlsystem wie in Amerika - und eine Menge Leute die offensichtlich nur abnicken... Die Mitglieder haben faktisch keine oder doch nur wenige Möglichkeiten, die Vereinspolitik zu beeinflussen.
Ich will meinen Beitrag nicht als Verweigerung aufgefasst wissen - ich freue mich über jede Verbindung, egal welchen Call mein Gegenüber hat. Ich habe auch nichts gegen DO´ler auf KW. Ich bezweifle jedoch, dass 10 W EIRP eingehalten werden. Und dann reden wir mal über die jetzigen Befugnisse der Klasse E. 10 W EIRP :-)) Ich kenne einen, der sich daran hielt - und viele die glauben, dass sie sich daran halten.
Beispiel: Erst vor kurzem erzählt mir ein DO´ler voll stolz von seiner neuen Antenne, einer 10 Element-Yagi, gebaut nach den Angaben in einem alten Rothammel. Er ist voll überzeugt, seine 10 W EIRP einzuhalten bei einer Eingangsleitung von 5W! Zur Info, ich habe nachgelesen: Gewinn 12,5dB..
Gespräche, wie das auf der Ham-Radio mit dem Vertreter der RegTP, laufen, denke ich auf der falschen Ebene. Ich denke auch, dass hier den DARC-Mitgliedern etwas Sand in die Augen gestreut werden soll. Denken wir mal an den ehem. Geschäftsführer Häfner, dessen Entlassung in Summe 450 000 Euro gekostet haben soll.
Ausserdem, 10 W EIRP sind auf der kurzen Welle verdammt wenig, gerade für Einsteiger. Ich mache mit meinen normalen Transcievern 100W, jedoch nur portabel oder mobil.
Zuhause mache ich aufgrund von Antennenverbot 5W mit meinem FT-817 an einem Langdraht, bzw an einer Portabelantenne, mehr geht zu Hause nicht. Ich versichere Euch daher, QRP ist mühsam und die Verlockung bei wenig erlaubter Leistung gross, diese dann geltenden Bestimmungen zu übertreten.
Wenn Kw für DO, dann wird man vermutlich, wie in Deutschland so üblich, anderweitig reglementieren, z.B. den Selbstbau verbieten, CE-konforme Geräte verlangen, o.ä. Möglich wäre ja auch, eine Art Waffenschein für Funkgeräte einzuführen, Kauf von konformen Geräten nur nach Vorlage der Lizenz und Eintragung in den Schein, Gebührenpflichtige Standortbescheinigung durch befähigte Personen, Zertifizierte Betriebe usw...
Und damit haben wir dann wirklich etwas gekonnt...
Mein Fazit mit 45 Lebensjahren:
"Im Leben gibt es nichts umsonst !"
73 de
Manfred